Druckschrift 
9 (1804)
Entstehung
Seite
60
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lichc Kinder, die man, so wie die nachgesbohrnen Söhne, Bastarden nennte.

Das Sittcnverderbniß und die Schamlossigkeit des vorigen Zeitraumes hatte noch zusgenommen. Die durch schlechte RegiernngssVerfassung gar nicht in den Schranken geHalstene Uebcrmacht eines unbändigen Adels, undeiner noch mächtigern und ausgelassenernGeistlichkeit hatte, in Verbindung mir derZügellosigkeit der mit allen Lastern Gricchcnslands und des Orients bekannten Kreutzfahircr, und dem schnell angewachsenen Reichsthuin der Handelsstädte, die Ausübung derWollust über alle Granzcn hinausgctrieben.Die Könige und Fürsten unterhielten ganzeHaufen von liederlichen Weibspersonen unterder Aufsicht besondrer Marschälle. Die Mädschen, die sich jedermann preis gaben, machsten in vielen Städten eine besondre Zunftaus, die der Obrigkeit Abgaben entrichtete,und daher ihren Schutz genoß. Die nichtzunftmäßigcn Schwestern konnten gerichtlichbelangt werden. Die Schaamlosigkcit derSitten zeigte sich bey allen Gelegenheiten.Sie zeigte sich sogar bey Festen, bey fcycrs

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