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Der morgenländische und abendländische Katholicismus mehr in seinem innerns wesentlichen als in seinem äussern Verhältnisse dargestellt
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Regenten für und gegen den andern zu stimmen und zu bestim-men bedacht und beflissen war. Weswegen es denn nicht befrem-den darf, wenn wir die Vorsteher der Kirche ihr Ansehen undMacht nicht selten auch dazu brauchen sahen nm jene Völker derHerrschaft ihrer Regenten zu entziehen, welche sich ihrer Suprema-tie entzogen oder gegen diese sich sczten. > Wenn darum noch inder jüngsten Zeit Lamennais auf Veranlassung des sich gänzlichenLossagcus der französischen Regierung (cle claln 30. Juli 1830)von allein Cultus (gemäß Jener bekannten auf der Tribüneausgesprochncn Maxime: U'Utut osl atlwe et rloit l'etr-e) denGedanken gesast hat, die Regierung bei dieser ihrer absolutenTrennung von der Kirche beim Wort zu nehmen, hiemit aber,den Katholicism mit dem Nevolutionsprincip idcntisicirend, denBarricaden dieselbe Weihe und Segnung zu ertheilen, welche sonstder Königskrone in Rheims gegeben ward. Wenn Lamennaisdieses Vorhaben durch eine servile Unterwerfung unter den römi-schen Stuhl*) zu sanctioniren und zu virtualisiren hoffte, somitvon Rom aus den ror-oilozen zu stürzen, hiemit aber eine katho-lische Demokratie ins Leben zu rufen, welche ihr Uonlio ,1'mrlouin Rom wenigst vorerst haben sollte So muß man doch nichtglauben daß Lamennais der Erfinder dieses Systems war, weiler dessen Principien bei altern katholischen Theologen bereits vor-

*) Lamen n chts.fezte diesen servilen Ultramontanism der gallicanischenKirche entgegen, welche schon dem K.Napoleon in seinen Kram nicht taugte,indem er von einer freien Corporation keinen Begriff hatte und denPapst nach altrömischer Manier nur als ?o»iikox inaxinnis nahmweswegen er durch das Concordat dem Ultramontanism in Frankreichnur wieder neue Bahn öffnete; wie denn auch selbst die dermaligenLegitimisten wie Romanisten in Frankreich die Frömmigkeit Napo-leons rühmen. Bei der leichtbeweglichen Natur der Franzose» wird esihnen schwer zwischen dem religiös-politischen Atheism und dem reli-giös-politischen Bigotism im g»sio-»>iiik!» sich zu halten. Wenn aberdieser Bigotism eben den Alheism herbeiführte, so ist eS ja thöricht die-sen wieder durch Jenen bannen zu wollen.