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Der morgenländische und abendländische Katholicismus mehr in seinem innerns wesentlichen als in seinem äussern Verhältnisse dargestellt
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Coucilium unter den Augen des Monarchen Selber gcsezt scy (waseben auch im Abendlande unter Konstantin, Carl dem Grossen unddessen Nachfolgern geschah) so scycn weder Betrug noch Jntrigucnzu befürchten, (indem der Monarch von allen Eingriffen in diegeistliche Wirkungssphäre der Synode sich fern hielte). 4) Die An-gelegenheiten könnten auf solche Weise in guter Ordnung und un-gestört durch Krankheit oder Tod der Vorgesezten besorgt werden.5) Da eine solche Versammlung aus Personen besteht, die aus ver-schleimen Klassen erwählt sind, so sey auch wenig Gefahr von se-paratistischem Interesse und Leidenschaft, weil es nicht möglich istdaß so viele darinn übereinstimmen könnten, einen Schuldigen los-zusprechen oder einen Schuldlosen zu verdammen. 6) Viele Per-sonen welche auf solche Weise zusammenwirken, haben nichts vonder Rache der Grossen und Mächtigen zu fürchten, welchen einEinzelner Mann bloß gestellt ist. (Ich scze hinzu: daß eine solchekorporative Union nichts von der Aufmerksamkeit der weltlichenPolicey zu fürchten hat, weil Jene nicht ihre Schranken übertritt).7) Aufruhr und Empörung werden hiedurch verhindert, denn dasgemeine Volk welches den Unterschied einer weltlichen und geist-lichen Macht nicht kennt, ist leicht in Gefahr durch die Bewunde-rung, durch den Glanz und Ansehen eines hohen Prälaten geblen-det zu werden und zu glauben, daß ein solch geistliches Oberhauptnicht nur den weltlichen gleich, sondern weltlich über Lcztcrcm steht,und eine von der weltlichen Obrigkeit ganz unabhängige auch welt-liche Herrschaft ausübe. Und wie oft wurde denn auch nicht

erheben, eben darum ist ihre eigne Tödtung als Enthauptung un-möglich. Ist aber auf solche Weise der Staat der Kirche gegenübervor einem Mains int,-» Ltatnin gesichert, so liegt es in seiner Pflicht undseinem Interesse Jener volle Freiheit in ihrer Wirkungssphäre zu gewäh-ren und zu sichern, weil es der Zweck der Kirche ist, die Nation von derinnern Verknechtung durch antisvciale Leidenschaften, so wie durch Un-wissenheit und Jrrthümer zu befreien, welchem Kultus der Liebe und desLichts der Priester dient, wogegen der Pfaff dem Kultus des Hassesund der Finsterniß stöhnt.