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Der morgenländische und abendländische Katholicismus mehr in seinem innerns wesentlichen als in seinem äussern Verhältnisse dargestellt
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Wehe uns (Priestern) wenn wir die Schlüssel des Himmel-reichs welche wir alle mit, (nicht durch oder von) Petrus er-hielten, nicht dazu anwenden um die Herzen der Christen damitzu eröffnen und die Finsternisse daraus zu vertreiben.

So wie die Apostel, besonders Petrus, Jacobus und Johan-nes als Säulen der Kirche erschienen, so ist noch jezt jeder Christder die Welt überwindet, eine solche Säule welche Gott Selberausrichtet und ausrecht hält (Er scy Papst oder Kaiser, oder Vieh-hirte oder Bettler). Lerm. 5 in ps. 118. e. 6.

Auf gleiche Weise gehen die Worte Christi zu Petrus: dirwill ich die Schlüssel des Himmelreichs geben, du sollst meineSchafe weiden?c. nicht den Petrus allein an, sondern alleApostel, ja alle welche die christlichen Gemeinden lehren und beleh-ren. Nur darum Heist Petrus ein Felsen weil er den Muth hattein der öffentlichen Berkündung Christi in Jerusalem das Wortzuerst zu führen. Und nicht auf ihn als einzelne Person sondernauf sein Bekcnntniß und Glauben ist die Kirche (und wird täglichauf das gleiche Bekenntniß jedes Menschen) gegründet. De Ino-rrn.Lomiiii. Kaerain. I. 4. v. 1.

?iäes est ei'Ko eeelesiae Illimlamentum, non euim <le ?er-sonn, (Cnine) I'eli'i soll «le ejus ?ide «lletum est: guin I'ortneNortis ei non prnevnlebunt.

Ich wünsche zwar in allen Dingen es mit der RömischenKirche zu halten, Indessen haben wir andern Leute ausser Rom

IS. Oktober 1839) sagt.Zum Schluß dieser interessanten Notizenerinnre ich euch, daß der Katholik nicht nöthig hat sich auf irgend eineUebersezung der Schrift zu verlassen. Er hat am Papste eine lebendigeIprechende Autorität, an die er sich wenden kann, und es ist die Pflichtund Wonne des Katholiken daß er zu seiner Leiterinn diese Autoritätallein nimmt, welche wie ihn der Papst versichert, Gott nieverläst." Wogegen aber nicht in Abrede zu stellen ist, daß geradeJene welche sich als die allein untrüglichen Schriftausleger ausgaben,oft genug die Schrift nicht richtig auslegten. Man erinnere sich z. B.nur jener Deutung die man Christi und Pauli Worten über Ehe undEhelosigkeit im Abendland gab. -