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Der morgenländische und abendländische Katholicismus mehr in seinem innerns wesentlichen als in seinem äussern Verhältnisse dargestellt
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Denn nicht umsonst ist die Vernunft uns von Gott gegeben,^und es ist darum kein Wunder wenn wir unwissend bleiben oderin Jrrthümcr fallen, wenn wir diese herrliche Gottes Gabe nichtbrauchen oder mißbrauchen. Ich,ist. all Ichllws.

Der Nichtbrauch besteht darinn daß wir einen andern für unsvernünftig scyn lassen, so wie der Mißbrauch darin daß wirunsrc Vernunft der göttlichen entziehen, und selbe in Eigenheitverkehren.

Nicht einmal den Feinden Gottes (osores voi) sollt' ihr flu-chen, sie verfolgen oder im Geringsten beleidigen, all kbilallolgli.Anderwerts sagt Ignatius, daß so wir einen Feind gewahren,wir für ihn aufrichtig zu Gott beten sollen, wodurch wir nichtnur diesen Feind uns innerlich unschädlich machen, weil erkeine Gcgcnfeindschaft mehr in uns entzünden kann, sondernwodurch es uns vielleicht möglich wird, innerlich, ohne seinWissen sein Herz zu rühren, und ihn auf andre Gedanken zubringen. — In der That haben neuere psychologische Erfah-rungen erwiesen, daß ein unmittelbarer Gedanken-Rapport gleicheinem geistigen Attraktionssystem zwischen den Menschen zwarununterbrochen statt findet, wenn selber schon äusserst selten alssolcher ihnen bemerkbar ist.

Zustinus, Märtyrer ch 163.

Wer die Wahrheit erkennt und sie verläugnet, der fällt Got-tes Urthcil anhcim. In rita ao Lootr. llastini ab llalloix ollilis.

Die Wahrheit erkennend, erkennt der Mensch auch, ob er siesagen soll oder nicht. Es giebt nämlich Wahrheiten die manallen Menschen sagen muß, andre die man nur wenigen sagendarf, andre die man niemand sagen darf, und niemand sa-gen kann, ?), weil man dann doch das nicht eigentlich kannwas man nicht darf oder soll, wenn man selbes schon wollenkann, und weil diese Wahrheiten sich nur selber Jedem Men-schen sagen.