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Der morgenländische und abendländische Katholicismus mehr in seinem innerns wesentlichen als in seinem äussern Verhältnisse dargestellt
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net ward, ohne daß hicbci von einer Handaufleguug die Rede ist,1, 26. Petrus sogt (6, 1), daß es nicht schicklich sey für dieApostel den Dienst des Worts zu unterlassen und die Tische derArmen zu bedienen, weswegen es den Aposteln und der ganzenMenge (6, 5) gefiel Armenpflegcr oder Diaconen zu wählen undaufzustellen, welchen die Apostel unter Gebet die Hände auflegten6, 6H 8, 14 Heist es, daß die Gesandten (in Jerusalem)den Petrus und Johannes nach Samaria sandten (welcheSendung übrigens eine völlige Egalitä unter den Aposteln bewei-set) und daß die blos auf den Namen Jesu getauften, den Heil.Geist nicht empfangen habenden Samaritancr, durch Handauflagevon den bcyden Aposteln den Geist empfingen, wo also gleichfallsvon keiner Ordination zum Vorstchcramt die Rede ist. Und ebenso heißt es 19, 5, daß die Jünger in Ephesus nicht einmal wüsten,daß ein Heiliger Geist sey (worin sie von vielen Geistlichen undWeltlichen in unserer Zeit sich nicht unterschieden), indem sie nurauf Johannis Taufe getaust waren, daß aber der Heil. Geistgleichfalls auf sie, ohne Unterschied, fiel, nachdem Paulus ihnendie Hände ausgelegt hatte. Bei welcher Gelegenheit ich nicht um-hin kann zu bemerken, daß die Theologen doch Gründe dafür an-geben sollten, warum in der Folge diese Erwcckung und Mittheilungdes Heil. Geistes so völlig inostcnsibel geworden ist, da selbe dochursprünglich aus die cclatantestc Weise bei Vorstehern und Nicht-vorstehcrn sich kund gab. 9, 17 wird von Paulus gesagt,daß auch er durch Handauflcgung eines Jüngers (nicht Apostelsund nicht Vorstehers) Ananias in Damaskus den Heil. Geistempfing. Wogegen 11, 44 berichtet wird, daß auf Cornelius undseine Angehörigen bereits vor der Taufe und vor der Handauflagc

H Es ist nicht abzusehen warum diese Funktion der Diaconenspäter aus den Augen gerückt ward, und wenn ohne Zweifel die Hilfeund Vorsorge für die Armen als ein von der Kirche untrennbares In-stitut bei deren Gründung geachtet wurde, so sollte selbes nicht minderfür den Fortbestand dev Kirche als solches, zu jeder Zeit anerkannt wor-den seyn.