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tiven Natur treu blieb. Die zweite Epoche trat ein, als dieWeltregenten, nachdem sie kaum aufgehört hatten Verfolger desChristenthums zu scyn, zu Verfolgern des Nichtchristenthums wur-den, folglich den Klerus ihrem Welt-Regiment einreihten wobeiselber ihnen auch zum Thcil den Dienst der Dynasten und Mag-naten leisten mußte, welche zwar das Schwcrdt aber nicht die Fe-der zu führen wüsten — womit die Kirche bald zur Staats-kirche vcrgcstaltct, und verweltlicht, hiemit aber auch das korpo-rative, volksthümlichc Element in ihr deprimirt ward, welche ErsteVcrweltlichung der Kirche oder Gemeinde unter Karl dem gros-sen seine Akme erlangte- Dieses erste Vcrdcrbniß der Kirche zogaber nach und nach ein Zweites nach sich, indem die Kirchenvor-stchcr selber zu grossem oder kleinem Weltherrn geworden sich deinStaatsdienst zu entziehen strebten, und zwar damit, daß sie umge-kehrt das Staatliche Element sich unterordneten, und endlich dieStaatskirche zum Kirchenstaat erhüben, welche dritte Gestal-tung der Kirchcnverwaltung sich bekanntlich unter Gregor demsiebenten aus die Spize getrieben hat^). Es konnte nun aber
*) Bedenkt man einerseits die Nexationen welche der Klerus in Je-nen Zeiten der Anarchie und Barbarei des öffentlichen Lebens von denweltlichen Machthaber» erlitt, und andrerseits daß zu jener Zeit Gregorder siebente wohl selber, sicher aber die meisten Regenten an die Gött-lichkeit des Primats glaubten — so kann man im Hildebrandism dochnur die zwar kühne und formte, doch consequent durchgeführte Ideedes Primats erkennen, und man kann sich nicht darüber wundern, wennGregor der siebente sich hierüber mit folgenden Worten aussprach: „dierömische Kirche ist die Mutter aller Kirchen der Christenheit (von denKirchen in Syrien, Kleinasien, Asien, Aegypten, Africa n. s. w. ab-strahirt er) und alle sind ihr nnterthan wie Töchter (welche frcylick nichtfür immer unmündig und der Mutter Geist- und Leibeigen bleiben).Sie gebietet daher allen und Jedem einzelnen Glied (Erzbischöfen, Bi-schöfen , Aebten). Kraft der Schlüsselgewalt kann sie diese (->-! iii>Un„>)ein- und.absezen, denn nnr von ihr (d.h. vom Papst) empfangen sie alleGeisteSmacht und Gaben. Wie der seligmachende Glaube, so ist auchdie Kirche eine Einzige, so ihr Papst als Haupt ein Einziger. Rurder Papst ist von Gott, daher alles — geistliches und weltlichesunterm Papst ist." — Hat man aber einmal die Kirche als Corporation