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Der morgenländische und abendländische Katholicismus mehr in seinem innerns wesentlichen als in seinem äussern Verhältnisse dargestellt
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Freiheit sczt, von welcher indeß der soldatisch-hierarchisch regierteund cxcrcirtc Klerus so wenig verspürt, als die Laien so wiedie protestantische Kirche sich zwar der Untcrthänigkeit unter einengeistlichen Zwinghcrrn entzogen halt, aber nur damit daß sie denweltlichen Landcshcrrn als Obcrhirtcn und Obcrbischof anerkennt*).

*) Wen» schon, noch unlängst auch der dermalige Kaiser Nicolas, uu-ler dessen kräftiger Führung die Russen sich zum völligen Russenthumausgestalten, gegen eine solche Uebertragung des Begriffs eines (weltli-chen) Oberhaupts der Kirche auf die gräco-russische Kirche, Sich bestimmtaussprach, so sagt doch (laut eines in der allgem. Zeitung 13. Jnninsh. I. enthaltuen Aufsatzesdie deutschen Publicisten und die Pentar-chie)"daß der Czaar als zugleich Pontifer und Generalissimus eine ge-heime die Gemütber in ihren Tiefen ergreifende und erschütternde Machtübe, welche die Kirche, Nation und alles Sondcrleben auslösche"wogegen die Münchner politisch-historischen Blätter (iliüi.) von diesemzauberischen russischen Einfluß und dessen Demonstration durch den Pen-tarchisten, als von einer Harpune sprechen, mit welcher man den einfäl-tigen Behemoth (das deutsche Volk) treffen will! Es fehlt nun annichts als daß nach dem Pentarchisten ein neuer politischer Kannegiesseruns in einem neuenHirtenbrief" beweiset, daß die Deutschen dem rus-sischen Kirchcnkoloß nicht anders Stand zu halten vermögen als durchWiederaufrichtung eines römischen Kirchenkolosses im ganzen Abcudlande,womit denn auch die gegen Preußen noch nicht ins Feld gerückten Kreuz-ritter hoffen könnten, gegen Rußland ins Feld zu rücken. Dieser neuePolitikus ist aber ohne Zweifel der Verfasser erwähnten Aufsatzes sel-ber, wie man ans seinen emphatischen Worten entnehmen kann, indemer sagt:Es liegt in diesem russischen von innen heraus langanwach-senden Kirchcnkoloß (da doch laut obigem das Kirchthum schon längst iniKaiserthume erloschen ist) Etwaö unabwendbares. Nur kirchlich d.i. mitdenselben Mitteln die ihn zu Sieg und Eroberung treiben, kann manentgegen streiten. Es ist der Kampf der heiligen Stühle von Rom undByzanz die sich also ohnbeschadet ihrer Heiligkeit doch in die Haarefallen. Muß noch einmal die ewige Stadt die Geister in Europazum Widerstand entzünden (d. h. Feuer anlegen und einen neuen Wclt-brand stiften)? Zwingt vielleicht die wachsende Gefahr von slavisch-grie-chischem Kirchenthum West-Europa noch einmal zu einer großen inner»Einnng (d. h. zu einem abermaligen Religionshaß)?" Wenn es demPentarchisten mit seinem Protekloratsprojekt ä i>» vi-giolöo» wirklich Ernstwar, woran indessen schon darum zu zweifeln ist, weil mehrere Stellenseiner Schrift einer Ironie oder Warnung gegen sein Projekt gar zuähnlich sehen so hat er seiner Sache wenigst keinen guten Dienst er-wiesen, und sicher war cS keine Harpune sondern nur eine Tonne welche