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Brief an einen Freund über das Ansehen, den Zweck und die Wirkungen des Christenthums
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wahrend der große Grundsatz, daß nur Ein Gottist, ihrem ganzen Religionsgebäude zum Grundeliegt, und es überall durchdringt, so lernen wir ausvielen ihrer Erklärungen, daß sich der einige Gottin dem erhabenen Rathschlusse der Gnade, welchenEr zu unserem Heile gefaßt hat dem Menschenge-schlecht offenbarte in tiefer Ehrfurcht und mitheiliger Scheu sei es gesagt als Vater, Sohnund heiligen Geist.

Die nähere Beschaffenheit dieses Unterschieds unddieser Einheit, wovon wir glauben, daß sie in demWesen Gottes vorhanden seyen, geht weit über unsrebeschränkte Fassungskraft hinaus, und kann wohleigentlich nie ein angemessener Gegenstand mensch-licher Betrachtung oder Begriffsbestimmung seyn;aber die Lehre, daß solch ein Unterschied, sowohl, alsauch eine solche Einheit besteht, wird bei allen denen,die ihren praktischen Werth und Einfluß kennen,stets hochangcsehcn bleiben. Ich muß bekennen,daß sie mir längst als eine reine und nothwendigeFolgerung nicht allein aus denjenigen Stellen derSchrift erschien, worin der Schöpfer, der Erlöserund der Tröster als die gemeinsamen Quellen un-serer geistigen Wohlfahrt und vereint als Gegen-stände unseres Glaubens und unserer Verehrungdargestellt werden, sondern auch aus allen denjenigen,in welchen eine bestimmte Beziehung auf die