Druckschrift 
Brief an einen Freund über das Ansehen, den Zweck und die Wirkungen des Christenthums
Entstehung
Seite
25
Einzelbild herunterladen
 

25

Theils mit dem andern hergenommen ist. Ist esnun einmal erwiesen, daß die Schriften Alten nndNeuen Testaments ächt sind, daß die evangelischeGeschichte wahr ist, und daß Jesus ein göttlich-bevollmächtigter Lehrer war; so sehen wir uns aufeinmal im Besitze genügender Beweise dafür, daßdiese Schriften von Gott eingegeben sind. Daßdies der Fall war, soweit es sich um das Alte Testa-ment handelt, wird von dem Apostel Paulus, 2 Tim.3, 16. ausdrücklich erklärt; und das Zeugniß, dasder Apostel hierüber ablegt, wird von Christusselbst bestätigt, so oft er sich in seinen Unterredungenmit den Juden und seinen Jüngern auf die jüdischenSchriften in einer Art beruft, die denselben offenbarein unbedingtes und unantastbares Ansehen ertheilt.In Beziehung auf das Neue Testament lernen wiraus der durch Thatsachen beglaubigten Geschichte,die es enthält, daß die Personen, von denen es ver-faßt wurde, (besonders die Apostel, von denen dergrößere Theil herrührt) einer unmittelbaren Einge-bung von Gott gewürdigt wurden; nnd zwar mitdem bestimmten Zwecke, damit sie christliche Wahr-heit verbreiten sollten. Sie mochten nun demihnen gewordenen Berufe vorzugsweise durch diePredigt des göttlichen Worts, oder durch Abfassungvon Schriften entsprechen; so viel läßt sich durchausnicht bezweifeln, (da die evangelische Geschichte