24
düng rühmen dürfen, nicht in den Glaubenssätzeneiner besondern Kirche; sondern in den ächtenWerken göttlich erleuchteter Männer, die mit un-mittelbarer Eingebung begnadigt waren, in den hei-ligen Schriften Alten und Neuen Testaments.
Die Aechtheit des Neuen Testamentes ist einPunkt, dessen ich schon erwähnt habe; die des AltenTestaments, welches aus Lehr- Gcschichts- Psal-men- und prophetischen Büchern besteht, ist genü-gend erwiesen durch die aus diesen Schriften ange-führten Stellen, welche sich in jedem Theile desNeuen Testaments finden; ferner durch eine griech-ische Ucbcrsetzung der hebräischen Schriften, die langevor der christlichen Zeitrechnung veranstaltet wurde;durch das einfache Zeugniß des Josephus, Philo undanderer jüdischen Geschichtschreiber; durch die Sorg-falt, welche die alten Juden bekanntlich auf die un-verdorbene Erhaltung ihrer heiligen Bücher ver-wendet haben; durch die Thatsache, daß vor derbabylonischen Gefangenschaft das Gesetz Mosis oftöffentlich vorgelesen wurde, und daß nach derselbendas Lesen der hebräischen Bibel zu dem regelmäßi-gen Gottesdienst in der Synagoge gehörte; und zu-letzt durch so manchen innern Beweis, der vonSprache und Schreibart, von der Umständlichkeitder Schilderungen und Berichte, und von der wech-selseitigen, jedoch zufälligen Uebereinstimmung eines