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So herrlich nun die Wirkungen sind, welche soeben in'S Licht gestellt wurden, so waren keine an-dern Grundsätze, als die des Christenthums je imStande, sie hervorzurufen. Sobald aber ächt christ-liche Grundsätze, herzlich geglaubt und treu geübtwerden, so sind jene Wirkungen unfehlbar ihre ge-segnete Frucht und Folge. Die Erfahrung mag unsdavon überzeugen, daß die Aufstellung eines so um-fassenden, außerordentlichen und wirksamen Moral-systems weit über den Kreis menschlicher Erfindunghinausreicht; es kann, gleich den Werken der Naturauf nichts Geringeres, als nur eine göttlich wirk-same Weisheit, Macht und Liebe zurückgeführt werden.
Das Christenthum ist daher die Religion Gottes;und da es unmöglich ist, daß der Gott aller Wahr-heit ein bloßes Blendwerk anwenden sollte, um seinevernünftigen Geschöpfe zu wahrer Frömmigkeit zuführen, so folgt einfach daraus: daß das Christen-thum ächt ist, — daß seine Lehren richtig, seine Hoff-nungen fest, seine Verheißungen gewiß sind.
5. Wenn also das Christenthum die ReligionGottes ist—die wahre und einzig wahre Religion—wo haben wir die rechtmäßige Quelle zu suchen,woraus seine Lehren geschöpft sind? Ich antworte,nicht in dem scholastischen Machwerk streitsüchtigerTheologen; nicht iu den Abhandlungen «eurer Got-tcsgclehrtcn, die sich keiner unmittelbaren Einge-