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mit nnzähligcn Schwachheiten und mit vielen ver-kehrten Neigungen zu kämpfen, und sie werden esselbst gerne zugestehen, daß sie in den Augen desAllerhöchsten weniger als nichts nnd Eitelkeit sind.Dcsscnohngcachtct stellen sie durch die Lauterkeitihrer Worte und Werke, durch die Reinheit ihrerAbsichten und ihres Verhaltens, durch ihre Herzens-gute, brüderliche Liebe und Langmuth gegen Alle,mit denen sie in Verbindung treten, die Wahrheit,die Heiligkeit und die Liebe desjenigen, — von demallein alle ihre Tugend stammt, wie im Abbilde dar.
Endlich, verschafft das Christenthum der Menschheiteine reine nnd wesentliche Glückseligkeit. Der wahreChrist ist vor allen andern glücklich, undzwar aus verschiedenen Ursachen; weil er bei all sei-nen zahllosen Sünden mit dem Vater versöhnt ist durchdie Vermittelung des Sohnes; weil er, seiner natür-lichen Schwäche ungeachtet, durch die Kraft desheiligen Geistes tüchtig geworden ist, auf dem Wegeder Gerechtigkeit zu wandeln; weil eine Empfindungder göttlichen Liebe und dcS göttlichen Wohlgefallensin seinem Herzen wohnt; weil er jede Heimsuchungals eine sittliche Zucht, die zu einem höhern Guteführen soll, anzusehen gelernt hat; und zuletzt, weiler von der Erwartung eines künftigen Glücks beseeltist, das seiner Natur nach vollkommen ungetrübt,seiner Dauer nach ewig seyn wird.