7
niß gebrachte Religion. In Rücksicht aufdiesen ersten Satz liegen einige besondere Beweisevor, die wir nicht ganz übergehen können.
1. Daß die Hauptschriften, woraus das NeueTestament besteht, ächt sind, daß sie in dem apo-stolischen Zeitalter und von den Männern verfaßtworden sind, deren Namen sie an sich tragen, isteine Wahrheit, für die mehr und mannigfaltigereBeweise vorhanden sind, als wohl je für einenähnlichen Gegenstand vorgebracht wurden. Hierlassen sich anführen: zuerst eine Menge christlicherSchriftsteller vom ersten Jahrhundert abwärts,welche Stellen aus den verschiedenen Theilen desheiligen Buches angeführt haben; zweitens vieleCanones, oder Verzeichnisse der Bücher des NeuenTestaments *) und Erklärungen einzelner Theile, die
*) Eine dieser Listen giebt Eusebius, der gelehrte Bischofvon Eäsarea, der zu Anfang des vierten Jahrhunderts blühte.Indem er von den Blüthen de« Neuen Testaments spricht,zeigt er uns, daß die vier'Evangelien, die Apostelgeschichte,die Briefe Pauli und die ersten Briefe ZohanniS und Petri(d. h. ungefähr sieben Achtel der ganzen Sammlung) allgemeinals ächt anerkannt seyen; und daß nur den Briefen Zacvbiund Zudä, dem zweiten Brief Petri, dem zweiten und drittenBrief und der Offenbarung ZohanniS von Einigen widerspro-chen werde. Uielor. veol. Iit>. III. caz,. IV. Obgleich die obi-gen Beweise die größte Kraft für jenen großer» Theil desTestamentes haben, welchen EusebiuS in die erste von beidenKlaffen gestellt hat, so find sie doch auch in weitem Umfaug