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Römischer Denarfund von Fröndenberg
Entstehung
Seite
30
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Dafür, daß wirklich der Münzfuß für die Scheidung maß-geblich ist, ist nun besonders das Vorkommen der Legions-denare des Antonius in den Funden von Nero ab be-weisend; denn diese stellen sich in Schrot und Korn nicht zu denrepublikanischen Münzen, sondern gleichen darin den Münzen vonNero ab * 1 ). Während also sonst alle vorneronischen Denare ausge-kippt wurden, blieben die schlechten, das Auskippen (s. S. 32) nichtlohnenden Antonius-Denare im Kurs, wie unser Fund neben vielen an-deren außerhalb und innerhalb des Reiches gehobenen lehrt 2 ). Daßauch andere republikanische und vorneronisch-kaiserliche Denare

republikanischen Denar aus den Funden zu beweisen, war noch nicht geglückt,denn die 3 Funde, mit denen er für die Lande nördlich der Alpen die Trennungvor- und nachneronischer Denare beweist, die von Dombrcsson, Szekely, Bia beiOfen, liegen doch im damaligen Reichs gebiet, nicht im freien Germanien.Auch hat der Fund von Szekely mit seinen 2 Teilen, einem Schub vorneronischerDenare, wobei aber 2 des Vespasianus sind, und einem Schub nachneronischerDenare, nicht als typisch für die Scheidung in vor- und nachneronische Münzenzu gelten, denn im ersten Schub befanden sich viel Legionsdenare des Antonius,die dem Fuße nach zu den nachneronisehen gehören (vgl. S. 30 Anm. 2). Eshat beim Fund von Szekely wohl nur die Erhaltung dem Besitzer den Fadenfür die Verteilung in 2 Gruppen gegeben, die ersteren sollenalle äußerst ver-nutzt, die zweite Gruppedurchgehend vortrefflich erhalten sein.

1) Das hat Mommsen, R. M. S. 759 Anm. 66 und S. 767 richtig er-kannt. Vgl. Hammer, Der Feingehalt der gr. u. röm. Münzen, Zeitschr.f. Num. 26, 93, und Grueber, Coins of the roman republic in the B. M.2, 527 Anm. 3. Plinius Notiz n. h. 33, 46miscuit denario triumvir Antoniusferrum (vgl. Hammer S. 94) beweist, daß dem Altertum die Unterwertigkeitdieser Sorte bekannt war; Legionsdenare mit Eisenkern und Silberplattierung gibtes tatsächlich, außer den von Mommsen, R. M. S. 385 Anm., angeführten Bei-spielen kenne ich noch ein Exemplar im Berliner Kabinett (8. Legion).

2) Legionsdenare des Antonius: a) in Schätzen vorNero; a) im freien Germanien: Schätze von Foins (7 Stück), Onna(35), Barcnau (23), Bingum (1), Franzburg (3), Nachweise hier S. 58. ß) neuereBeispiele aus dem Reich: Funde von Delos, Svoronos, Journal inter-national darchöologie numismatique 9, 300 ff. (604 Stück), dazu B ahrf e 1 d t,Rivista ital. di numismatica 21, 239243, von Valpova in Kroatien, Bruns-mid, Vjesnik hrvatskoga arh. drustva 1, 1896 Sonderabdruck S. 14 (6 von53), von Amiens, Blanchet, Revue num. 1910, 101.

b) in Funden seitNero:y)im freien Germanien: Fundevon Voorburg, Fröndenberg (6 Stück), Niemegk (19), Nachweise hier S. 61.52.54;vielleicht gehört auch der Fundnicht weit von der Weser S. 61, dervonWil-kieten. S. 60 und der von Schäferei S. 62 hierher. Ä) Beispielealls dem