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Römischer Denarfund von Fröndenberg
Entstehung
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§ 1 .

Die germanischen Denarfunde teilen sich in solche mit vor-neronischen Denaren und mit solchen seit Nero. Nero ändertnämlich den seit 217 v. Chr. bestehenden Münzfuß des Denars vonV 8 4 Pfund auf 1 / 9e Pfund. 1 ) Vorneronische Funde sind bisher nur aufder Westlinie bekannt; ich kenne solche Funde aus Denecamp, Feins,Onna (2 Schätze). Barenau (?), Bingum, Franzburg, Goldenstedt.Hedemünden, Niederlangen (Nachweise S. 58), sämtlichin den Nieder-landen bzw. Hannover gelegen. Dort hat der Handel also schonunter Augustus und Tiberius geblüht, deren Denare die Schätzeabschließen, ohne der Hauptmasse der Funde nachzuhinken; habendoch auch die Römer die mittlere Donau erst mehr als einMenschenalter später als den Rhein erreicht. Die Denare des Cali-gula und Claudius sind wohl nur in geringen Mengen ausgeprägtworden; sie sind ja noch heute selten und waren es offenbar schondamals, daher fehlen diese Kaiser in den Funden. 2 ) Es lehren diesevorneronischen Funde, daß Tacitus Notiz (Germ. 5) von dem Um-lauf der älteren, also der republikanischen Denare bei den Ger-manen den Tatsachen entspricht, und auch das häufige Vorkommender von Tacitus direkt genannten Arten (sorratos bigatosque) indiesen Funden 3 ) und unter den in den nachneronischen Fundenzuweilen noch mitlaufenden republikanischen Denaren zeigt dieRichtigkeit der taciteischen Notiz. 4 )

1) Vgl. Mommsen, R. M. S. 756/7. Babeion, Tratte des monnaiesgrecques et romaines 1, 548.

2) Willers, Numism. Zeitschrift 31, 347,

3) S e r r a t i in Schatzfunden des freien Germaniens:in Funden vor Nero in Denecamp (8 Stück), Feins (1), Onna (8), Barenau (7),Franzburg (3), Goldenstedt (1), Nicderlangen (41), A'iemegk (9); nach Nero:Middels Osterloog (1): Nachweise ihre S. 58. 54. 19. Natürlich sind Serratinur bei näherer Beschreibung der Münzen feststellbar. Besonders häufig in Ger-manien ist der Scrratus des A. Postumius A. f. S, u. Albinus. Serrati ausEngland: z. B. im Schatz von Honley, hier S. 31 Anm. 1. Auch eine Über-sicht der B i g a t i wäre nützlich (vgl. Willers, N. Z. 31, 349), und für beide Arten .wäre auch eine Zusammenstellung aus den germanischen Einzel fundenwünschenswert.

4) Willers, N. Z. 31, 349. Mommsens Versuch, R. M, S. 771, dieRichtigkeit der taciteischen Notiz von der Vorliebe der Germanen für den