Von ausdehnbaren Flüssigkeiten 429
magnetischen Phänomene mit den el'ktnschcn verglei-chen, so finden wir hier ausgemachte Verschiedenheiten.Bey dieser leztcrn erkennen wir mit Gewißheit das Da-seyn einer Substanz, die ihre unmittelbare Ursache ist;bey den crftern haben wir keinen solchen Führer. Beyden elektrischen Phänomenen affieirt ihre Ursache mehroder weniger alle merkbare Substanzen; bey den magne-tischen affieirt sie nur den Magnet und das Eisen. Fer-ner sind die Art, die Ursache in Bewegung zu setzen, unddie Dauer ihrer Wirkung, wesentlich in den beyden Klas-sen von Phänomenen unterschieden. Endlich sind dieRichtungen der freyen lnagnelisirtcn Körper ein cha-rakteristischer Umstand bey den Phänomenen dieser Klasse,der in den elektrischen Phänomenen nichts analoges hat.Es scheint also offenbar, daß diese Phänomene von ganzverschiedenen unmittelbaren Ursachen herrühren; und daß,wenn in einigen Fallen das elektrische FluidlIM dem Ei-sen Polarität giebt, dieses durch seine Wirkung aufeincvon ihm selbst verschiedene Ursache geschehe; welche Wir-kung einerley Natur mit den Stoßen oder dem Reibenhaben kann. Dieser Ungleichheiten ohngcachter, welcheohne Zweifel jede Idee nicht bloß von Identität der Ursa-chen, sondern sogar von Analogie in ihrer Natur, alsob es Substanzen waren, die zu einerley Gattung gehör-ten, ausschließen, findet sich deimoch eine zu charakteri-stische Achnlichkcit zwischen diesen Übrigens so verschiede-nen Phänomenen, als daß gar keine Achnlichkcit unterihren Ursachen Statt haben sollte. Dieser den beydenKlassen von Phänomenen gemeinsame Umstand, ist daSBestreben gleichartig modificirter Körper sich von einan-der zu entfernen, und ungleichartig modificirter, sich ein-ander zu nähern. Da nun bey den elektrischen Phä-nomenen diese charakteristische Gattung von Bewegungoffenbar von der Verschiedenheit in der Menge einer ge-wissen