42g II. Abtheilung. IV. Kapitel.
daß die Phänomen? Ist fachen haben; und unser einzi-ges Mittel den Phämm encn vernunftknäßige Ursachen
anzüweisen, wo wir sie nicht unmittelbar entdecken, istdie Analogie. Sobald also gewisse Phänomene, derenUrsachen unS entschlüpfen, andern Phänomenen, diewir der Dazwischcnkunft irgend eine? Substanz zuschrei-ben müssen, analog sind; so müssen wir natürlich Sub-stanzen zu Ursachen dieser ersten Phänomene annehmen;und es widcrsezt sich ihrer Annahme nichts, wenn siedas, was ohne sie uncrklarbar wäre, erklaren, und aus-serdem nichts ihr Daseyn ungereimt macht.
§- «lZi.
Wenn man sich mit dem allgemeinen Gegenständeder Analogie in der Physik beschäftiget, so kann mannicht umhin einen Blick auf die magnetischen Phäno-mene zu werfen, welche einige Physiker den elektrischenPhänomenen assimilirt, und andre nur verborgenenD.uaiitälen unter dem Namen der Eigenschaften desMagnetes und Eisens zugeschrieben haben. Hr. vanCsivinden hat gegen die ersten vollständig erwiesen; daßman in dieser Verähnlichung zu weit gehe, und daß vieleAnalogien, die man zwischen den beyden Klassen vonPhänomenen zu bemerken geglaubt, nicht gegründet wä-ren. Leitet uns Analogie bey Entdeckung der Ursachen,so geschieht es mit größter Genauigkeit bey Bestimmungder, den verglichenen Phänomenen, gemeinschaftlichenUmstände. Erklärt man zu viel, so erklärt man nichts,und man verliert sogar den Faden der Bemerkungen, diegegründet seyn konnten. Die kleinste begründete Ana-logie, verknüpft die Phänomene unter einander; aberdas Band wird um so entfernter oder schwächer seyn,als sich die Analogie auf wenigere oder unwichtigereTheile der Phänomene erstrecken wird. Wenn wir die
magne-