Von ausdehnbaren Flüssigkeiten. 427
§. 529.
Endlich sind die Bewegungen, welche das elek-trische Fluidum, wenn es sich nicht im Gleichgewichtunter den Körpern befindet, hervorbringt, die einzigenSymptome, die uns sicher von seinem Dascun überfüh-ren. Ohne diese Bewegungen würden uns die Funkenund Büschel dies Fluidum nicht erkennen lassen; wirwürden sie verwirrt auf einige Modifikationen des kichtSund Feuers ziehen. Und hier bietet sich der Gegenstanddieser allgemeinen Betrachtungen von einer andern Seitedar. Wir sind durch die Summe der elektrischen Phä-nomene, von dem Daseyn eines gewissen Fluidumsunterrichtet, das gewisse Charaktere hat, gewisse Modi-fikationen erleidet, und über alle Substanzen des Erdbo-dens verbreitet ist, und daö PFarum ist uns noch gänz-lich unbekannt; wir kennen seine Verrichtungen in derNatur nicht: aber wir kennen auch zu gleicher Zeit dieUrsachen von so vielen Phänomenen nicht, so daß wir nichtverzweifeln müssen, einmal zu finden, wie diese es sindmit denen es sich verbindet; d. h. wie ich glaube, wie eshier durch seine Zusammensetzung und Zersetzung Ein-fluß habe.
§. 5Zo.
Es folgt aus diesen allgemeinen Betrachtungen, daßdie bekannten ausdehnbaren Flüssigkeiten, zwo Artenvon Eigenschaften haben; einige offenbaren sie selbst ir-gend einem Sinne, durch andre wirken sie unmerkbar in .vielen Phänomenen. Es ist aber weder zum Daseyneiner Substanz, noch zu ihren sehr großen Wirkungen,in den Phänomenen wesentlich, daß sie in einem freyenZustande sich unsern Sinnen offenbare. Wesentlich aberist in der Natur, sobald man sich mit Physik beschäftigt,
daß