Von dem elektrischen Flnidum. 4:9
Morgan (wo ein gutes Vakuum kein Leiter war)und des H. Nairne (welche uns Wasserdünste IN ei-nem unvollkommnen Vakuum zeigen) urtheilen; daß indiesen Fallen wo das elektrische FiMVum abgerundeteLeiter verlaßt, UNI die verdünnte Lust zu durchstreichen,da es in voller Luft daran geblieben seyn würde, dieWasserdünsrc es aufnehmen, und daß es sodann leuch-tend wird, indem es sich Theilchcn auf Theilchen ent-schwingt, wie es geschieht, wenn es sich laugst einerKette, deren Glieder unterbrochen sind, bewegt. Aberein andrer Theil der leuchtenden Phänomene des elek-trischen Fluidums in den GiaSgesaßcn, wo man dieLust verdünnt hat, rührt von der Oberflache dieser Ge-fäße selbst her. Die Abiwesenheit der Lust begünstigtdiese Phänomene, wenn das verdünnte Flnidum / wel-ches die Gefäße einnimmt, großentheils aus Wasser-dünsten besteht, und wenn sie sich nicht zeigen, kann mattsie sichtbar machen, wenn man die äußre Fläche des Ge-fäßes berührt, wie man besonders bei) dem Heber desHr. Waisi) sieht. Wenn mau Firniß über das Wasbringt, so vermindert man sein Vermögen, diese Phä-nomene hervorzubringen; inzwischen zerstört man es nicht;oder vielleicht besizt der Fli nisi es selbst auf einen gewis-sen Punkt; weil der nicht belegte üversiriüßte Theil derLeidner Flasche dem elektrischen Flnidum einen ahnli-chen Durchgang verstattet, wenn der Unterschied des Zu-standes der beyden Belegungen zu einem gewissen Gradegelangt ist,
§. 520,
Ich behaupte nicht alle Schwierigkeiten bey diesenPhänomenen gehoben zu haben; man muß sie sorgfaltigverfolgen, um daraus eine Theorie die alle umfaßt, zuentwerfen: aber wenigstens widersprechen sie denjenigen
Dd » nicht