4i6 II. Abtheilung. III. Kapitel.
§. 517.
Ich habe schon des erstcrn von diesen Phänomenenerwähnt, (§.475.) welches sehr häufig bey der Leid,ner Masche vorkömmt; wenigstens ist es selten, daß dieso ich gewöhnlich gebrauche, es nicht hervorbringe, wennich mich mit einem etwas lange daurenden Versuche be-schäftige. Es betrifft nämlich eine Fläche von violettemLichte, die sich mit einem Pfeifen offenbarte, sowiedas Wasser, wenn es durch eine Oeffnung in einer Spring-röhre durchgezwungen wird. Diese Fläche, welche zu»weilen verschiedene Zolle breit ist, hat im Finstern ganzdas Ansehen eines Wassergusses, der aus dem Randeeines Bassins stießt; sie geht von der hölzernen Scheibewelche die Masche verschließt aus, und begiebr sich zuder äußern Belegung. Ich habe über die Umstände,welche die Bildung dieser glänzenden Fläche bestimmen,nichts entdecken können, ob ich gleich darauf aufmerksamwar; folgendes habe ich aber wenigstens oft bey direk-ten Versuchen die ich darüber anstellte, beobachtet. Wennich meine Flasche im Stande sahe, dieses Phänomenhervorzubringen, so erhob ich sie über dem Tische meinerElcktrisirmaschine, daß ihr Knopf den Knopf eines mei-ner Elektrometer berühren konnte, und lud sie langsamdurch Verbindung mit dem ersten Leiter. Die Kugelhob sich wie gewöhnlich, oscillirend zu 28 oder zo"; sobald sich aber das, Pfeifen hören ließ fiel sie zu 26 oder27° und blieb stehen. Wenn ich zu elektrischen aufhörte,die Flasche entlud, und die Ladung wieder anfieng, sowiederholte sich dasselbe Phänomen gewöhnlich mehremal;aber endlich eräugnete sichs, daß im Augenblick der größ-ten Erhebung der Kugel, sich das freywillige Entladeneinstellte, und die Kugel die Skale herunterfiel. Diesesist ein erstes Beyspiel, eines, längst einer nichtleitendenOberflache, in vyller Lust gebildeten leuchtenden Stroms.
K. ZlL-