4>4 li. Abtheilung, lll. Kapitel.
dieselben Phänomene hervorzubringen; und ich glaubedaß die sehr großen Unterschiede die man hier bemerkt,von der Natur des verdünnten Fiuidums selbst, weichessich hier eingeschlossen befindet, herrühren.
§- 5-5-
Wie auch diese Vermuthung, worauf ich noch ein-malkommen werde, beschaffen seyn möge, so beweist dieErfahrung, daß ein gutes ^vrricellianischesVakllUM,das uns die größte Abwesenheit jeder merkbaren Substanzangiebr, alsdann aufhört ein Leiter zu seyn. Ich ver-muthete es seit einiger Zeit, indem ich sahe, daß diejeni-gen Barometer, in denen ich das Quecksilber mit größterSorgfalt hatte kochen lassen, kein Leuchten hervorbrin-gen; und diese Thatsache ist durch einen Versuch von Hr.Walsh bey dem ich zugegen war, bestätigt, und der1774 in D. Priestleys Versuchen über verschiedeneLuftarten (l Theil. II. Abthcil. VII!. Abschn.) bekanntgemacht ist. Das Instrument war ein großer Glashe-ber, der zwey Barometer machte, die ein gemeinschaft-liches Vakuum hatten. Wie dieser Heber anfangs wiegewöhnlich mit Quecksilber gefüllt war, sahe man in dengroßen luftleeren Bogen, das elektrische Fluidum miteinem violetten Lichte fahren, und man zog aus demBeHalter des zweyten Barometers, der so wie derjenige,welchen man elektrisirte, isolirt war, Funken heraus: Nach-dem man aber dasQuecksilber in dem Heber kochte, leuch-tete der Bogen nicht, und das zweyte Barometer nahmkein elektrisches Fiuidum mehr an. Hr. Mvrgan hathernach denselben Versuch mit bloßen Barometern wieder-holt, deren Gipfel mit Zinnblattern bedeckt war. DieserGipfel lud sich durch das elektrische FltUdUM , welchesin leuchtender Gestalt in das Vakuum drang, wenndas Quecksilber in der Röhre nicht gekocht war; lud sich
aber