Z84 U. Abiheilung. III. Kapitel.
§. 486.
Es giebt noch sehr nützliche Versuche mit zwo elek-trophvnschen Platten, die mit ihren, auf gleiche oderentgegengesczte Art, clektrisirten Seiten auf einander ge-legt sind, anzustellen; oder indem man sie paarweise,von derselben oder verschiedener Gattung nimmt; da mandie unterschiedenen Modifikationen der Belegungen unddiejenigen, welche die Platten auf einander hervorbrin-gen, beobachtet. Alle diese Verschiedenheiten in den Um-standen, bringen verschiedene Wirkungen hervor; unddie Proben von Erklärungen, verbunden mit den neuenVersuchen, die sie einflößen, werden immer mehr, Eiferund Kenntnisse vermehren. Wie ich mich mit diesenVersuchen beschäftigte, beobachtete ich einmal ein Phä-nomen, das ich hernach nie wieder hervorbringen konnte.Ich untersuchte das eleklt'pphyt'ische Vermögen einerPlatte von Blech, die mir Siegellack bedeckt war, umsie mit einer andern Platte zu verbinden, und fand sienoch von merklicher Starke: wie ich sie in den Rahmstellte, stieß sie von ohngefähr an, und gab einen starkenWicdcrschall. Ich fürchtete, daß die Laekschichte gespal-ten sey, fand aber bey der Untersuchung keinen Riß dar-um: inzwischen probierte ich sie von neuem als Eieklk!)--phvr, und sie zeigte keine Wirkung mehr. Ich glaubte,daß sie verdorben sey, und wollte wiederum kack daraufschmelzen, als mir einfiel sie zu laden: sie lud sich sehrgut, und wurde nach der Entladung wieder ein Elekttw-phor. Sollten also wohl starke Schwingungen in derPlatte das Gleichgewicht des elektrischen FlllldMNSwieder hergestellt haben? Ich schlug sie hernach mehr-malen, brachte aber nicht wieder dieselbe Wirkunghervor.
Neunte