Von dem elektrischen Fluidum. Z85
Neunte Klasse von Versuchen.
§. 48?.
Wenn man Funken aus einem geladenen Leiterzieht, oder Büschel herausfahren, so bemerkt man dreyPhänomene, welche das elektrische Fluidum so langees in den Körpern gehalten wird, nicht offenbart, näm-lich Hellheit, Warme und phosphorischcn Geruch.Ich halte diese Phänomene für Wirkungen der Zerse-tzung von einem Theil des elektrischen Fluidums, wel-ches alsdann sehr dicht wird. Durch diese Zersetzungoffenbaren sich drey seiner Bestandtheile, nämlich Licht,Feuer oder Feuermaterie, und eine dritte Substanz,welche den phosphorischen Geruch hervorbringt: die-ses nehme ich wenigstens hier an, um eine andre Klassevon Versuchen zu erklären, die ich schon angefangen,aber mit größrcr Sorgfalt anzustellen verschoben hatte,wenn meine Apparate es möglich machten, und ich allesvorläufige bestimmt hätte. Der Zweck und Plan dieserVersuche ist folgender.
§, 488.
Ich zweifle nicht, daß die Ursachen der Hellheitund Wärme, welche die Funken und Büsche! her-vorbringen, in dem forlleitenden Fluidum der elektri-schen Flüssigkeit liegen, wovon sich ein Theil sodannzcrsczt: ich vermuthe aber, daß der phosphorische Ge-ruch entweder von der Zersetzung der elektrischen Ma-terie, oder einer neuen Verbindung, die sie in diesemAugenblick eingeht, herrühre. Käme er auch von demzersezre» forticitenden Fluidum her; so würde uns derVersuch, wovon ich eben sprach, nichts lehren; denn solange dieselbe Menge elektrischer Materie in einem Sy-stem von Körpern bleibt, so geben ihr die Lust und be-D« Ms Meteorologie, B h Nach?