Von dem elektrischen Fluidum. z6z
gebrachten Körper, hier nicht merklich durch die Quelle,welche den Brunnen ladet, Fluidum annehmen; in-dem der Einfluß des Brunnens, dem eignen elektrischenFluidum dieser Körper einen Grad von ausdehnenderKraft giebt, wodurch es dem Eintritt des neuen Fltil'diUNtz widersteht. Es kann also im Innern der Körpereben so beschaffen seyn, wenn das elektrische Fluidumsich hier aufhalt.
§. 461.
Ich kenne nun diese beyden Wege um zu entdecken,ob das elektrische Fluidum die dichten leitenden Sub-stanzen durchdringe, und beyde sind noch, wie man sieht,zweydeutig. Indeß verdiente der leztre untersucht zu wer-den; denn es scheint mir unmöglich, daß, wenn man an-nimmt, das elektrische Fluidum durchdringe die leiten-den Körper und verbleibe darinn, das innre Fluidumsich immer zu einem Grade von ausdehnender Kraftheben könne, welcher der Menge des FluidUMs, die andie äußre Seite kömmt, proportional ist; so daß niemalsmehr in die Körper dringen könne, als sie mir dem Bo-den gemeinschaftlich besitzen: sie könnten sogar nichts vondieser Menge verlieren; denn die allgemeine Thesis be-trachtet die negative Elcktrisirung wie die positive; in»dem der Verlust eben so betrachtet wird, als ob er bloßden Oberflachen proportional wäre; hiedurch wurde derSatz sehr sonderbar, sogar unbegreiflich. Ueberdiesun»terstüzt ihn das Beyspiel mit dem elektrischen Brun-nen nicht; denn sein Phänomen hat Grade, und sobalddas Gefäß eine gewisse Größe übersteigt, so laden sichdie hineingebrachten Körper immer mehr und mehr.Fände es sich also bey großen so wie bey kleinen Leiternwahr, daß sie sich nur nach Verhältniß ihrer Oberflächelüden; so schiene es gewiß, daß das elektrische FlUidUll!sie nicht durchdränge.
§- 462.