29F II. Abtheilung. III. Kapitell
be war, fieng diese an sich gegen sie zu bewegen, sie bliebaber etwa eine Linie vor den Glasstäbchcn. Ich hicngdarauf die beyden dünnern Scheiben mit einander in Be-rührung auf, und brachte die kleine Scheibe ^ auf die-selbe Weite, nachdem ich sie aufs neue zu demselben Gradegeladen hatte: alsdann verließ die vordre Scheibe dieandre, und bewegte sich über 2 Linien; und indem ichlangsam die Stabchen wegzog, folgte ihr die hintre Schei-be, etwa bis auf eine Weite von einer Linie nach.
§. 385.
Dies ist also das Faktum, in Betracht der leiten-»den Körper, die sich frey bewegen können, und in dem^ Zustande des umgebenden Mittels gelassen sind: siestreben zu den elcklrisirtcn Körpern; aber dies geschiehtnicht, als ob sie in dem Zustande des Mittels verblie-ben; sondern weil ihre vordre Oberfläche, welche einen,dem Zustande des elekttisirten Körpers entgegengesehen,annimmt, ihnen näher ist, als die gegenüberstehendeOberfläche, welche denselben Zustand mit diesem Körperannimmt; und weil also die erstre mehr strebt, sich ihmzu nähern, als die leztrc sich zu entfernen. Indeß istkeine Ursache da zu zweifeln, daß die Körper, welche ab-solut in dem Zustande des umgebenden Mittels bleiben,sich nicht durch die oben erklärte Ursache bewegen sollten;und ich habe den Beweis für das Daseyn dieser Ursache,durch sehr leichte Kugeln von uberfirnißtem Glase ge-führt, wovon man nicht leicht vermuthen kann, daß derEinfluß eines elekttisirten Körpers das elektrische Flui-»dUM hier stark verrücke, und welche sich dennoch gegendiesen Körper bewegen, ob man sie gleich sorgfältig inden Zustand des Mittels zurück bringt, indem man siehinlänglich erwärmt, um die ElektnsmiNg zu zerstören,welche das Reiben hier könnte hervorgebracht haben. Ich
habe