Von dem elektrischen Fluidnm. 297
§. ?84-
Da ich das Annahern der beyden Oberflächen einerfreyen Scheibe, die ich in dem Zustande des Mittels ließ,und der ich eine geladene Scheibe entgegen hielt, soweitals möglich treiben wollte; gebrauchte ich dazu Scheibenvon Messing, die nur einen Zoll im Durchmesser hatten;die eine vertrat die Stelle der Scheibe in den vorigenVersuchen, und hatte einen Rand, damit sie mehr La-dung an sich hielte; die andern waren ohne Rand, da.-mit kein dicker Theil da sey, wo das elektrische Aui-düin merklich verrückt werden könnte. Die eine von die-sen war schon sehr dünn, aber die beyden andern nochmehr, und zusammen gelegt hatten sie mit jener gleicheDicke. Diese kleinen, sehr flachen Scheiben, waren wiedie großen aufgehängt, aber mit solchen Seidenfädcn,wie der Seidenwurm sie spinnt. Ohngeachtet des vor-theilhaften Aufhangens mit doppelten Fäden, um dieaufgehängten Körper zu nöthigen, sich nach einer gewis-sen Richtung zu bewegen, neigten sich diese immer vordie kleine Scheibe ^, und strebten sich ihr durch einenihrer Rände zu nähern, so daß ich dies, durch sehr dünneStäbchen von übcrfirnißtcm Glase verhindern mußte,die sie von hinten an den beyden Enden ihres horizonta-len Durchmessers berührten. Um die kleine Scheibeauf einen bekannten Grad zu laden, brachte ich sie mitihrem Rande, mit dem Rande einer großen Scheibe,die ihr Elektrometer hatte, in Berührung. DiesesMittel habe ich immer gebraucht, um kleine Körper aufeinen bekannten Grad zu laden, welches in vielen Ver-suchen durchaus nothwendig ist. Wie ich also zuerst die-jenige von den kleinen Scheiben, welche am wenigstendünn war, aufgehängt hatte, lud ich die Scheibe /V, undnäherte sie der andern, so central und parallel als mög-lich. Als sie etwa einen halben Zoll von der freyen Schei«
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