Von dem elektrischen Flm'dum. 29z
chens von 2 Fuß Lange, so daß sie die Gestalt eines Vbildeten, befestigt waren; dies verhindert die lateraleBewegung: und was das Herumdrehen betrifft, so be-festigte ich die beyden Faden nicht am Aenith, der (sphä-rischcn oder kreisförmigen) Körper, sondern etwa 45°weit von diesem Punkt, von einer und der andern Seite,welches in den meisten Fällen hinlänglich war; zuweilenmußte ich aber noch andre Mittel gebrauchen, die ichanzeigen werde. Ich werde also in den folgenden Ver-suchen annehmen, daß die einander entgegen gehaltenenKörper, sich nur nach vorne und hinten bewegen können,und daß ihre horizontalen Schritte immer parallel bleiben.
§. Z80.
In allen Versuchen über die elektrischen Bewe-gungen freyer Körper, habeich den Gebrauch großerKörper sehr nützlich gefunden, weil man die Verände-rungen bestimmen konnte, die sie in ihrem elektrischenZustande litten, indem man bey ihnen Elektrometer an-brachte. Wie ich also durch Erfahrung ausmachen wollte,was den freyen Körpern begegnete, die in dem Zustanddes umgebenden Mittels geblieben sind; so dachte ichan diese Scheiben, wovon ich schon oft gesprochen habe,die etwa u Zoll im Durchmesser halten; da ich schon nachdem P. Beccaria vorher wußte, daß die Körper an ih-ren gegenüberstehenden Seiten entgegengesezte Verände-rungen erlitten, und ich deswegen dünne Körper gebrau-chen wollte. Eine Scheibe von derselben Größe, aufeinem isolirendcn Fuße, war der elcktrisirte Körper: ichwill ihn ^ nennen, und immer positiv annehmen. Dieandern Scheiben, welche auf die beschriebene Art aufge-hängt sind, werden immer in dem elektrischen Zustand desMittels gelassen werden.
§. Z81.