u. Abtheilung. III, Kapitel.
sich zu nahern, als der entgegengcsezte Theil sich davonzu entfernen. Es ist dieses ein merkwürdiges Phänomen,daher ich es mit einigen Beyspielen festsetzen will.
§. Z79.
Da es hier allein an seidncn Faden aufgehängteKörper betrifft, so muß ich erst die Art anzeigen, wie ichdies bewerkstellige, denn sie ist nicht gleichgültig. Wennman einen Körper bloß an einem Faden aufhangt, sodreht er sich lange Zeit, und wendet also allmah.ig einemandern Körper, der seinen Ort nicht ändert, alle seineSeiten zu: hier kömmt es aber darauf an zu wissen,was an den verschiedenen Seiten des aufgehängten Kör-pers vorgeht. Wenn dieser Körper z. B. eine Scheibeist; so verhindert dies Herumdrehen jeden Versuch dieserArt; denn sobald der Parallelismus der beyden Körperzerstört ist, so hat man statt dünner Körper, mit denenman arbeiten wollte, nur mehr oder weniger dicke.Bey einem einzigen Faden können sich auch die Körperseitwärts bewegen, und wenn sie sehr leicht sind, so wer-fen sie sich immer von einer Seite zur andern, weil esfast unmöglich ist, sie so central und mit einander paral-lel zu stellen, daß sie nicht mehrern Hang hätten, sichnach einer Seite zu bewegen, als auf die andre; und so-bald die Körper anfangen, diesem Hange nachzugeben,so verändert das Verrücken des elektrischen Uuidumsin ihrer Breite den Fall, und veranlaßt verwirrte Be-wegungen. Man muß also alle diese zufälligen Bewe-gungen verhindern, sonst kann man nichts sicheres beob-achten. Ich habe sie verhindert, indem ich statt an ei-nem, an zween Faden, alle Körper aufhieng, mit denenich dergleichen Versuche anstellte, und zwar auf folgendeArt: Ich gebrauchte gewöhnlich seidne Fäden z Fußlang, die an den beyden Enden eines gläsernen Stäb-chens