Von dem elektrischen Flnidnm. 29t
Hang gegen einander, und sie nähern sich. Ist inbeyden Fallen, nur ein Körper frey, so bewegt er sichallein. So bringt also der Hang, den ich der elektri-schen Materie beygelegt habe, die bekannten Geseheder elektrischen Bewegungen hervor.
§. 378-
Ich habe bisher nur von zween Fallen der Elektri-sirung geredet, welche Bewegung bey den freyen Kör-pern hervorbrachten: der eine ist, wo beyde benachbarteKörper auf dieselbe Art aus dem elektrischen Zustand desMittels gezogen werden; und der andre, wo sie esdurch entgegcngeseztc Arten werden. Indessen giebt esnoch einen dritten Fall; wo nämlich der eine Körperallein clektrisirt ist, und der andre also im Zustande desMittels verbleibt; und die Frage ist sehr natürlich, wassich in diesem Falle ereigne. Die Theorie sagt, daß siesich schwach gegen einander bewegen müssen. Sie müs-sen sich auf diese Art bewegen, weil die elektrische Ma-terie unter ihnen nicht im Gleichgewichte ist, und dieLuft, indem sie denselben Zustand um den elektrisirtenKörper umher annimmt, nichts in der Ursache ihres un-mittelbaren Hanges ändert: aber eben dadurch, daß indiesem Falle, die Luft nichts zu dem unmittelbaren Haitige der beyden Körper zusezt, kann dieser Hang nur schwachseyn. Dies folgt, sage ich, aus der Theorie: aber inder Ausführung, wenn cS leitende Körper betrifft, zeigtsich dieser Fall niemals: der Körper, den man in demZustande des Mittels gelassen hat, bleibt hierinn zwarinsgesammt, er verändert den Zustand aber, auf entge-gcngesezte Arten, an seinen beyden entgegcngesezten Ober-flächen, sobald er in der Nahe des elektrisirten Körperssich befindet; und er bewegt sich alsdanN, weil sein Theil,der diesem Körper am nächsten ist, sich mehr bestrebt ihm
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