I!. Abtheilung. III. Kapitel.'
sind, eine gleiche Menge elektrischen Fluidums erhal-ten oder verlieren. Diese bey ihnen allein betrachteteVerandrung des Z standes, könnte keine Ursache derBewegung seyn, weil diese Körper, was die Mengeder elektrischen Materie betrifft, immer im Gleichge-wichte bleiben: wenn man sie aber als von Luft umge-ben ansieht, so findet man sodann eine Ursache der Be-wegung. Die Lufttheilchen, welche die Seiten berüh-ren, die sie einander gegenseitig zukehren, haben einedoppelte Ursache der Modifikation, weil diese beydenSeiten dazu beytragen: diese Theilchcn empfangen oderverlieren also doppelt, elektrische Materie; ansrattdaßdie Lufttheilchen, welche an ihren enrgegengesezten Sei-ten anstoßen, hier nur durch jede dieser Seiten abgeson-dert modificirt werden. Der Zustand eines jeden dieserbeyden Korper ist also dieser: Auf einer seiner Seitenbefindet sich der andre Korper und die Luft dazwischen;wovon jener in demselben elektrischen Zustande mir ihmist, und die andre sehr nahe dabey; unterdeß auf derentgegengesezten Seite die Luft nur schwach durch ihnselbst modificirt wird: folglich strebt jeder Körper mehrgegen diese äußre Seite, als gegen die innre, und da-durch entfernen sie sich von einander. In dem Falle, w»die beyden Körper aus dem Zustande des umgebendenMittels auf entgegengesezte Art gezogen werden, ha-ben sie unmittelbar in sich selbst eine Ursache der Bewe-gung; nämlich den Mangel des Gleichgewichts der elek-trischen Materie unter ihnen: die Luft sezt hier abereine neue Ursache hinzu, denn jeder der beyden Körper,modificirt sie auf der äußern Seite, nach seinem beson-dern Zustande; statt daß auf der innern einer die Wir-kung des andern zerstört: daher streben sie um so we-niger sich gegen die auswendige Luft zu bewegen, undntn so viel mehr gegen die innere; dieses vermehrt ihren
Hang