Von dem elektrischen Flmdmn. 289
Reibzeuge; indem ich diese Drache an seidenen Schnü-ren hielt, auf denen sie sich durch den geringsten Stoßbewegen konnten. Sobald ich die Maschine drehte, undder Wind an dem Ende bendcr Drathc entstand, erlit-ten sie ein beträchtliches Zurückweichen, das so langedauerte, als ich die Maschine drehte. Dieses Zurück-weichen rührt von derselben Ursache mit dem Windeher. Die Luft, weiche ohne Aufhören von dem Endedieser Drache ausfährt, hat denselben elektrischen Zu-stand mit diesem Ende angenommen: es verhält sich abernicht so mit der, welche die Drache nach ihrer Längeumgiebt; diese bekömmt fvrtleiteudes f?lmdum vondem positiven Drathe, und verliert es mir dem negati-ven, und kann in ihrer Menge an elektrischer Materienicht so stark modificirt werden, als die welche dasEnde der Drathe berührt. Diese nun erneuert sichohne Aufhören, und bildet also eine Masse Luft, diedem Gleichgewicht der elektrischen Materie mit demEnde der Drathe näher ist als die Lust, die sie nach ih-rer Länge umgiebt. Folglich muß sich dieses Ende nachdieser lcztern Luft hinbewcgen, und daher entsteht dieBewegung von dieser Seite. Ich kann also aus den obi-gen z Grundsätzen folgendes allgemeine Gesetz herleiten:„Sobald die Luft, welche einen freyen Körper umgiebt,mit seinem elektrischen Zustande, auf einer seiner Sei-ten mehr überein kömmt, als auf der entgegcngcsezten,woher auch dieser Unterschied rühren möge, so bewegtsich der Körper gegen die Luft, welche am meisten vonseinem Zustande verschieden ist."
§. Z77-
Ich nehme jezt an, daß zween freye Körper, ne-ben einander, und noch unbeweglich, weil sie in demsel-ben elektrischen Zustande mir dem umgebenden MittelDe Lüos Meteorologie. D sind.