Von dem elektrischen Flnidnm. 265
zubewegen, geringer ist als eine oder die andre dieserbeyden Mengen, nämlich des Grades der Kraft, mildemdie elektrische Materie strebt, bey der Masse zublei-ben, welche mehr hat, und des Bestrebens, der bey-den Massen gegen einander, das durch diesen Mangeldes Gleichgewichts in der elektrischen Materie unterihnen, hervorgebracht ist; so werden die beyden Massen(oder eine davon) sich gegen einander bewegen." Icherkläre mich durch ein Gleichniss Die elektrisl'l'ten Kör-per, welche sich bewegen, sind gewöhnlich pendelartig.Ich nehme also ein großes Pendel an, das ich vermit-telst cineS ScilS, aus seiner perpcndikular kinie bringenwill. Zuerst muß unstreitig die Kraft, welche esdaraus ziehen kann, geringer scvn, als die das Seilzcrreissen könnte, denn sonst wurde es zcrreissen; auchmuß diese Anstrengung geringer seyn, als meine eigneKraft, denn sonst könnte ich das Pendel nicht bewe-gen. Das Seil nun stellt hier das Bestreben derelektrischen Materie vor, mit der Masse der Substanzdie davon am meisten hat, verbunden zu bleiben, undmeine Kraft bedeutet das Bestreben der beyden Massenvon Substanzen, sich einander wegen Mangel des Gleich-gewichts in ihrer Menge an elektrischer Materie zu na-hern. Wenn dieses zwiefache Bestreben also stärker ist,als der Widerstand der Körper sich zu bewegen, so wer-den sie sich bewegen. Wir werden sehen, wie diese Ursachewirkt, um die elektrischen Bewegungen hervorzubrin-gen, wenn man die Luft unter die Zahl der Substanzen,die hier vorkommen, mit begreift. Zuvor muß ich aberan die Gesetze dieser Bewegungen bey den Körpern erin-nern, und durch Phänomene zeigen, daß sie einzig an dieMengen der elektrischen Materie, welche die Körperbesitzen, gebunden sind.
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