Von dem elektrischen Fluidum. 217
oder Siegellack. Es folgt daraus, daß je dünner dienicht leitende Schicht ist, wenn sie nur stetig ist, destomehr erlangt und erhalt der Elektrophor seine Kraft:denn es entspringt daraus, daß die beyden Oberflachenstarker ihre cntgegcngescztcn Zustande erlangen, und sichwechselswcise in demselben Verhaltnisse helfen, sie zu er-halten. Die Gesetze der Theorie von Hr. Volta führ-ten schon auf diesen Schluß; so wie auch mein System,das diese Gesetze erklart, darauf leitet. Ich suchte alsovom Anfange meiner neuen Versuche an, Mittel, um dienicht leitende Platte dünner zu machen; und es glücktemir mit gutem Siegellack, so daß ich davon eine iso-lirte Schicht von einem Fuß im Durchmesser, und nuevon der Dicke eines Kartenplatts machte, deren elektro-phorische Wirkungen daher, so wie die der Kleisti-schen Platte, sehr groß sind.
§. ZO2.
Der elektrische Zustand, worinn man eine Nichtleitende Platte vcrsezt hat, indem man eine ihrerSei-ten reibt, unterdessen die andre auf einer leitenden Sub-stanz ruhet, die mit dem Boden in Verbindung ist, istgrade derselbe, worinn sie verbleibt, wenn man sie wiedie Klcistische Platte geladen, und dann entladenhat. Durch das Laden häuft man eine gewisse Mengeelektrischer Materie auf einer Seite, und entzieht derandern, fast eine gleiche Menge dieser Materie. BeymEntladen giebt die Fläche, welche den kleberschuß hat,nicht alles der Belegung wieder; weil die entgegenge-sezte Fläche, einen Theil fortleitcndcn Fluidumö be-sizt, welches das neue elektrische FluidUM mitgebrachthatte; und umgekehrt, dieser Antheil an fortleitendemFluidUM, den die Fläche besizt, ws das elektrischeFluidUM vermindert ist, verhindert den völligen Zutritt
O z dieses