216 II. Abtheilung. III. Kapitel.
die sich hier verdickt. Die Gränze dieser entgegengesez-ten Veränderungen findet sich in dem Widersrande dergeriebenen Fläche, über eine gewisse Menge sortleiten-deo Fluidum dem reibenden Körper abzutreten, undihre Dauer rührt daher, daß selbst dann, wenn das Rei-ben aufhört, diese Flache nur sehr schwer das verlerneFluidum wieder annimmt. Denn das elektrische Mai-dum , was sich auf der entgegengesehen Seite angehäufthat, theilt mit jener sein fortleitendes Aluidmn, undverschaft also, dem elektrischen FluidNM das ihr nochübrig ist eine Vermehrung der ausdehnenden Kraft,welcher Umstand nicht nur, wie wir gesehen haben, dazubeytrug, daß sie dergleichen verlor, sondern auch hin-wiederum vermittelt, daß der leitende Körper, welcherin Verbindung mit der andern Flache ist, ihr nicht daselektrische Flinduni, was sie erlangt hat, raube. Sowird also selbst die Ursache dieser entgegengesehen Mo-difikationen zwoer Oberflachen einer nlcht leitenden Plat-te, die Ursache ihrer Dauer, obgleich diese Oberflächenin Verbindung mit leitenden Körpern sind.
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Man sieht also, warum die nicht leitende Schichteines Elektrophors so dünn als möglich seyn muß; undwarum selbst, wenn sie eine große Dicke hat, das Rei-ben ihrer offnen Oberfläche fast keine Wirkung hervor-bringt. Denn da die erste kleine Wirkung, die manhervorgebracht hat, sich nicht auf der entgegengesehenFlache, wegen ihres Abstandes, verspüren läßt; so folgtkeine andre, und sie selbst wird bald durch das Berührenleitender Körper zerstört: dieses sieht man, an der kur-zen Dauer elektrischer Bewegungen, welche durch eindickes Stück einer nicht leitenden geriebenen Substanzhervorgebracht sind, so wie z. B. mit dem Bernstein
oder