2is I. Abtheilung^ III. Kapitel.
nachgeben, und dies Gleichgewicht wieder herstellen würde.Die elektrische Materie aber, hängt fest an den nichtleitenden Oberflächen, sobald sie hier einmal abgeseztist;welches nur durch Punkte der unmittelbaren Berührunggeschieht, und sogar nur, wenn ein gewisser Grad desUnterschiedes zwischen dem Leiter, der das elektrischeFluidum herbringt, und dem Punkte, den er berührt,vorhanden ist. Daher rührt es, das; die Entladungder Platte niemals vollständig ist, wenn auch die beydenBelegungen in leitender Verbindung sind. Es bleibtimmer und auf lange Zeit, etwas überflüssige clektriicheMaterie, auf der Seite, welche den Ueberschuß hatte,da zugleich diejenige, welche verloren harte, sie nichtgänzlich wieder annimmt. Dies ist ein merkwürdigerTheil der Phänomene, bey der Kleistischen Platte oderder Leidner Flasche, weil hieraus die elektrischen Phä-nomene entspringen, wovon ich im folgenden Abschnitthandeln werde.
§. ->?8.
Indem ich bisher von den Phänomenen der Klei-jkischen Platte rede, habe ich nur einer Platte einernicht leitenden Substanz überhaupt gedacht, weil inder That diese Phänomene, welche mit denen der Leid-ncr Flasche einerley sind, dem Glase nicht ausschlics-sungsweise zukommen. Dieses entdeckten mein Bruderund ich, etwa vor z8 Jahren, d. h. etwa um die Zeit,da wir die Versuche über den elektrischen Stoß mach-ten, der vermittelst der Röhren und des Springbrun-nens von Genf hervorgebracht wurde, welche Hr. Jalla-bcrt dem Abt Nollct mittheilte, und leztrer in seinenBriefen über die Elektricität bekannt machte. Wirwaren damals auf alles aufmerksam, was diesen Stoßbetraf, und fanden an dem Glase, woraus die Leid-
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