Von dem elektrischen Flm'dmn. 197
Orts, eine verhältnißmäßige Menge von elektrischemFluidum besitzen; und dies ist ihr gewöhnlicher Zustand:aber die ihnen zugetheilte absolute Menge, kann abwech-seln, ohne daß wir es, wenigstens bis jczt, durch einsicheres Zeichen merken können.
§. 28g.
So lange also das elektrische Fluidum gleichmäs-sig unter die merkbaren Substanzen vertheilt ist, verspü-ren wir eS an keinem Zeichen, und dies negative Zei-chen deutet uns eine gleichmäßige Vcrthcilung an. Diesist also ein offenbares Beyspiel, daß wir das Daseyn ge-wisser Substanzen, auf keine andre Art als durch ihreerkannten Wirkungen einschen können. Die einzigenPhänomene, von denen wir bisher wußten, daß sie ge-wiß von dem elektrischen Fluidum abhicngen, habennur bey Unterbrechung des Gleichgewichts Statt, die sichzuweilen aus natürlichen Ursachen craugnct, welche wiraber auch durch die Kunst hervorbringen können. EinigePhysiker nennen Erregung, die Mittel, wodurch wirelektrisches chiuidum auf isolirten Leitern anHaufen, vondenen das vorzüglichste die Eiektl 'isirmaschinc ist. Allediese Verfahrungsartcn haben das gemein, daß hier einReiben zwoer Substanzen ist, wovon wenigstens eine end-lich elektrisches Auidum erlangt, oder verloren hat.und daß, wenn keine von beyden, mit dem Erdboden,dieser unerschöpflichen Quelle des FlllidUMs, in Ver-bindung war, niemals die eine etwas bekommen hat,ohne daß die andre davon verloren hatte. Man bemerkthier auch von zween Umstanden einen, entweder daß diebehandelten Substanzen verschiedene leitende Fähigkeitenhaben, oder daß von zwoen gleich nicht leitenden Sub-stanzen, die eine, von der andern, welche schnell darü-ber hin strich, an einem Punkt stark gerieben ist. Hier-
N z aus