198 II. Abtheilung. III. Kapitel.
aus bin ich geneigt, zu schließen, daß die allgemeineWirkung des Reibens darinn besiehe, das elektrischeFluidüM in Bewegung zu setzen, und daß in einem Au-genblick von Unbestimmtheit, die eine der Substanzendavon mehr, als die andre zurück behalte; entweder weildas elektrische Fluidum, sich auf eine etwas größreEntfernung hierhin bcgiebt, oder weil sie es bereitwilli-ger, zu ihren entfernten Theilen zuläßt; oder endlich,weil sie das Fluidum beym Entweichen anhält, welchessie auch williger ergriffen hat. Wenn in diesem lezternFall diese Substanz einen leitenden Körper antrifft; sosezt sie hier bald ihre Ueberladung ab: und wenn die an-dre Substanz in Verbindung mir dem Boden ist; so er-sczt sie bald ihren Verlust, so daß dieselbe Operationwiederholt wird, wenn die erftre Substanz sie von neuemreibt. Dies ist der Fall nur der Elektrisirmaschine,unserm vorzüglichsten Mittel das elektrische Gleichgewichtzwischen einem isolirtcu Leiter und dem Boden oderder umgebenden Luft zu unterbrechen. Ich werde künf-tig dies Aufhebendes Gleichgewichts, Elektrisirung nen-nen; so daß, einen Körper elektrischen heiße, ihn, in ei-nem oder andern: Sinne aus dem elektrischen Zustündeder benachbarten Körper ziehen.
§. 28;.
Diese Unterschiede in der Entfernung, aufweichesich das elektrische Fluidum zu verschiedenen Substan-zen hinneigt, entspringen aus einem seiner Bestandtheile,nämlich der elektrischen Materie; denn sein fortlesttendes Fluidum folgt ganz andern Gesetzen, wovondieses die vornehmsten sind. 1. Es strebt in einer grös-ser» Entfernung nach allen Substanzen, als die elektri-sche Materie gegen irgend eine. 2. Sein Hang gehtimmer, so wie bey der elektrischen Materie, von dem
Körper