,62 II. Abtheilung. II. Kapitel.
nicht ohne alle Schwierigkeiten, wegen gewisser Schmel-zungen des Eises; wo der Verlust an Warme nichtin Verhältniß ist, mit dem, was wir von der Mengedes verborgenen Feuers, die das Wasser besitzenmuß, wissen. Ich will diese Klasse von Phänomenenuntersuchen.
H. 2Zs.
Wenn man Kochsalz mit Eise in gehörigem Ver-häl t niß vermischt, so verwandeln sich die beyden festenKörper, in einen flüssigen, den ich Salzwasser (^u-murs) nennen will. Dieser flüssige Körper ist sowohlvon dem Eise als dem Krystallisarionswasser des Sal-zes gebildet; und das sämmtliche Wasser hält dieSalzthcilchen aufgelöst. Es mußte also, alles diesesWasser, sein verborgenes Feuer bekommen hal n;die Erfahrung hat uns gelehrt, daß, wenn es auf rasbloße Schmelzen des Eises durch die Warme ankömmt,das in dem erzeugten Wasser enthaltene verborgeneFeuer von einer Menge von freyem Feuer herrührt,welches etwa 62° Wärme (nach meiner Skale) in derMasse hervorbrachte: wenn aber das Schmelzen durchKochsalz bewirkt wird; so verliert die Masse dieser Sub-stanzen nur 17° Warme. Hätte also das Salzwassscr nicht so viel verborgenes Feuer nöthig als das reine'Wasser? Oder verbindet etwa, das krystallisirte Salz-mit seinen schon bekannten Bestandtheilen, eine gewisseMenge verbundenes Feuer, das sich bey der Auflösungentwickelt, und zu dem flüssigen Körper tritt? Ich binfür die leztre Meynung: um sie aber mit Nutzen zu prü-fen, bis direkte Versuche sie entscheiden, muß man hiererst festsetzen, was die Menge des in dem Kochsalz ge-bundenen Feuers, nach diesen Phänomen des Schmel-zens des Eises und Salzes, seyn müßte. Die her-vor-