»HO II. Ablheilung. I!. Kapitel.
sertheilchen schon von einander abstanden, desto wenigerWiderstand äußerten sie, um von neuem entfernt zu wer-den; welches ein offenbares Merkmal des Bestrebensnach Entfernung ist.' und auch hiedurch bestätigt mich,das von Hr. Lichtenberg entdeckte Phänomen, in mei-ner Meynung. Die Bildung der tropfen entspringtvon diesem Hange der Thcilchcn der Flüssigkeiten, untersich verbunden zu bleiben. Je größer dieser Hang ist,desto größer sind die Tropfen, weil sie der Schwere',die sich ihrer Bildung widersezt, mehr Widerstand thun.Jede Ursache, welche diesen Hang schwächt, muß auchden Fall der T ropfen beschleunigen, und dies bringt dieVermehrung der Wärme hervor, welche den Abstandder Thcilchen unter einander vernuchrt. Ich wurde ver-schiedene Versuche auf diese Weise zu machen ersonnenhaben, wenn Hr. 5lchtenberg mir nicht in demselbenBriefe zuvor gekommen wäre, daß das Anhängen derTropfen an das Gefäß, dabey solche Unregelmäßigkei-ten hervorbrächte, daß man hier zwar das allgemeinePhänomen deutlich sehen, aber den unterschiedlichenGang verschiedener Flüssigkeiten nicht bestimmen könnte.
§. 2ZI.
Was die den H H. Lichtcnberg und de la Placegemeinschaftliche Idee betrift, daß die Warme, welcheangewandt wird; entweder nach dem ersten, das fFlüs--sigfeyn zu vermehren, oder nach dem lcztcrn, bloß Aus-dehnung hervorzubringen; verborgene werden müsse, sowie die, welche das (Schmelzen erzeugt, so will ichmeine eignen Ideen über die hier verglichenen Phäno-mene vortragen, indem ich eine Sprache gebrauche,an welche meine Leser jezt hoffentlich gewöhnt sind, weildie Wörter Warme und verborgene Wärme, noch
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