140 . II. Abtheilung. II. Kapitel.
niedrigsten Orte, den sie erreichen können, gleich hochzu stellen; indem sie auf diese Weise ohne Widerstandden Gesetzen der Schwere gehorchen, und aus der lez-tcrn, das Bestreben sich sphacisch zu stellen, wenn siefrey sind.
§. 204.
Ich kenne keine einfache Substanz, die an sich selbstflüssig sey; es scheint mir, glaube ich. daß die Theil-chen jeder flüssigen Substanz diese distinctive Eigenschaftihrer Zusammensetzung verdanken. Damit ein festerKörper ftüstlg werde, müssen seine Theilchcn aufhören,im Berühren, wie sie es vorher waren, stark verbundenzu seyn, und statt der Gleichgültigkeit, die sie dennochunter sich zeigten, wenn sie auf die kleinste merkliche Di-stanz gekommen waren, ein Bestreben auf eine gewisseEntfernung annehmen; und diese Veränderung äußertsich immer, durch jede neue chemische Verbindung dieserTheilchcn mit irgend einer andern Substanz.
§- 20;.
Die allgemeinste und vielleicht die einzige Verbin-dung, welche diese Veränderung in dem BestrebenderThcilchen der festen Körper hervorbringt, ist die Ver-bindung einer gewissen Menge Feuer ni.t ihren Theil-chcn. Dies ist, sage ich, wenigstens die allgemeinste;denn sie bccrift alle Schmelzungen, die nur von Ver-mehrung der Wärme herrühren. Sie findet also statt,bey allen öligten, harzigen und mineralischen flüssigenKörpern, welche bey verschiedenen Grabender Wärme,durch das Sthmeizen der zuvor festen Körper, entstehen.Vorzüglich hat sie aber, in dem am allgemeinsten ver-breiteten flüssigen Körper statt, der auch als Basis inso viele andre Substanzen dieser Klasse eingeht, nämlich
bey