Vom Feuer.
bey dem Wasser. Ich will erst von dieser Ursache desFlussiaseyns reden, und da alle Schmelzungen, wei-ch: daraus entspringen, von einerley Natur mit der sind,->.'lche das Wasser bildet; so will ich mich auf dieseL .schranken.
§. 206.
Ich habe schon oben (s §. 179) ein Grundphanoswen in dieser Klasse angezeigt; nämlich das Schmelzeneiner Masse Eis am Feuer, das die, Kugel eines Ther-mometers umgab, welches wahrend des Ze'lschmcizcnssich nicht änderte. Dieses Phänomen bcweißt also gradezu, daß das Feuer, welches in das Eis, das im Be-griff ist zu schmelzen, eindringt, hier keine Vermehrungder Warme hervorbringt, und daß seine einzige Wir-kung in der Verwandlung eines festen Körpers (des Ei-ses) in einen flüssigen (das Wasser) besteht. Ichwill jezt das Daseyn derselben Ursache, durch das gradeumgekehrte Phänomen zeigen, nämlich die Befreyungdes Feuers, welches das Flüssigscyn in dem Was-ser hervorbrachte, wenn dieses die Eisgesialt wiederannimmt.
§. 207.
Wenn man eine kleine Menge Wassers in einemKolben, worinn man ein Thermometer gestellt hat, vonLuft reinigt, so kann sich dieses Wasser weit unter deingewöhnlichen Eispunkt, ohne zu gefrieren, erkalten.Ich habe Wasser in diesem Zustande, einer natürlichenTemperatur der Luft, die es mehrere Tage etwa bey— meiner Skale oder 140 Fahr, hielt, ausgesezt,und es blieb flüssig. Die Berührung eines kleinen Stück-gen Eises, macht einen Theil von so erkaltetem Wasserplötzlich gefrieren; aber sogleich erwärmt das, durch die
gefror-