,Z2 II. Abtheilung. II. Kapitel.
ihn diese Vermuthung zu bestätigen, indem er das "Was-ser über seiner Lampe aufzusammien suchte, wie man diesthun kann, wenn man entzündbare Luft verbrennet.
19k.
Hr. Argand hat diese Destillation ausgeführt, in-dem er bloß in einer kleinen Höhe, über die Flamme sei-ner Lampe, einen Helm anbrachte, dessen, durch einelange Glasröhre verlängerter Schnabel, die Dampfeauffieng und verdickte. So wenig vortheilhaft diesesMittel auch war, weiches wegen seiner Einfachheit ge-braucht wurde, wobey aber noch eine große Menge Dün-ste seitwärts zwischen der Flamme und dem Knopfe ent-weichen konnten; so hat er doch in einem Versuche einehalbe Unze völlig reines Wasser erhalten, das tropfen-weise binnen zwo Stunden herabfiel. Dies ist der Be-weis, daß sich die dephlyghülsiM Luft zersezt. Ich willmich jezt über dies Symptom, das gegenwärtig sehr be-kannt ist, und worauf ich ein andermal zurück kommenwerde, nicht weitläuftig auölassen.
§. 192.
Da die verschiedenen Wirkungen, welche diese Lampehervorbringt, Folgen von der Zersetzung der beyden Luft-arten sind; so ist es meinem Zwecke gemäß, sie vorzu-tragen. Aber noch ein zweyter Bewegungsgrund treibtmich dazu: ich thue es aus Liebe zur Billigkeit, und we-gen des Antheils, den ich anHr. Argand, meinem Lands-manne nehme, der sich von Jugend an, aus Neigung,physikalischen Untersuchungen gewidmet, und sie mit Ei-fer, Scharfsinn und Ruhm verfolgt hat, seitdem ihreAnwendung zu nützlichem Gebrauche, sein Hauptgesehäfftgeworden ist, und der vielleicht zur Vergeltung der Zeitund des Geldes, das er in diesem Lande angewandt, in-dem