n4 II. Abtheilung. II. Kapitel.
keine andre Substanz ist; alle die aus den so betrachte-ten Kapacitäten gemachten Folgerungen, durch diesenIrrthum unrichtig seyn müssen.
§. 165.
So hat z.B. daraus, daß eine gewisse Masse Lust,von einerley Temperatur, mit derselben Masse Was-se 'p, mehr Wärme mitzutheilen geschienen hat, als dieseleztre, einer dritten weniger heißen Substanz, D. Eraw-sypp geschlossen; daß die Lust, in einem gewissen Ver-hältniß mehr Kapacität, als das Wasser habe; daßdie Kapacität der Lust zu der des Wassers, wie 18,6zu l sey. Indem er also von der Idee ausgeht, daßdie Kapacität der Luft sehr groß wäre, und einen merk-lichen Unterschied, zwischen der Kapacität der gemei-nen Luft und der phlvgistischen, so wie der ssren, zufinden glaubt; so folgert er endlich, daß die durch Ver-brennung erzeugte Wärme, bloß von einer Verän-derung in der Kapacität der Lust herrühre.
§. >66.
Ohne hier von dieser lezten Hypothese zu reden, willich nur bemerken, wie sehr die Folgerung, die ich ausdemselben Versuche ziehe, verschieden ist, sogar voraus-gesezt, daß das unmittelbare Resultat, von keinem Irr-thum angegriffen sey. Weil bey derselben Massc, dieLuft ich 6 mal so viel Wärme, als das Wasser aneinerley Substanz giebt, indem sie dieselbe bis zu einer-ley Grad verliert, so geschieht dies ben einem 800 malgrößern Volumen, als beym Wasser. Wenn manalso die Lust in demselben Volumen mit dem Wassernähme, so würde sie ohngefähr nur ^ soviel
Warme als das Wasser hergeben. Hieraus schließe
ich.