Vom Feuer.
§. 16z.
Wegen der Natur eines ausdehnbaren UttiduiNsselbst, bringt das Feuer, obgleich in derselben verhält-nismäßigen Menge, in gewissen Substanzen wenigerWarme hervor als in andern. Seine ausdehnendeKraft, welche den Grad der Wärme bestimmt, hangtvon zween verschiedenen Umstanden, seiner Menge undder Geschwindigkeit seiner Bewegung ab. Bey der-selben Menge hat es, wenn seine Theilchen weniger Ge-schwindigkeit haben, weniger ausdehnende Kraft.Diese Geschwindigkeit aber, ist durch die Lange desFortlaufcns seiner Thetlchcn bestimmt. Diejenigen Sub-stanzen also, in denen die Feucrtheilchen am öfterstenin ihrem Laufe, durch Kleinheit oder Form ihrer Poren,aufgehalten werden, werden die meiste Kapacität fürdas Feuer haben; das heißt, da jedes Thcilchen hierweniger Kraft hat: so ist eine größrc Menge nöthig, da-mit sie hier dieselbe totale ausdehnende Kraft äußern,oder denselben Grad der Wärme hervorbringen.
§. 164.
Mich dünkt, daß, weil man sich die Ursache, wo-her dies Phänomen der Verschiedenheiten der Kapaci-tät käme, nicht zu erklären gesucht hat, man aus sei-nen Wirkungen irrige Folgerungen zog. Indem manz. B. die comparativen Kapacitäten, auf gleiche Mas-sen der verschiedenen Substanzen bezog; so hat man still-schweigend aus der Wärme, eine bloße Modifikationder Thcilchen der Substanzen selbst, gemacht; und nurthat man hieraus Schlüsse gezogen, was ben den Veran-drungen in der Kapacität gewisser Substanzen erfolgenmüsse, ohne gewahr zu werden, daß, wenn dieWävmedie Wirkung eines besondern Fluidums ist, wennfolglich dies Fluidum in Räumen existirt, wo außer ihmDe Ms Meteorologie. H keine