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Erster Theil (1787)
Entstehung
Seite
96
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96 II. Abtheilung. II. Kapitel.

untern Schichten, mit einiger Vermindrung für die er,ften; so wie die lcztern in Betracht der einfallendenStrahlen das nämliche erlitten haben. Wenn manaber nicht mehr, von dem Lichte selbst redet, sondernvon einer Ursache der Wärme, die sich langsam fort,pflanzt; so war das Licht selbst also diese Ursache nicht.Die untern Schichten werden bestandig von dem Bodenverändert, und können also mehr Feucrmatcrie ent-halten, und man begreift auch wohl, daß nach der Na-tur des Bodens, diese Schichten mehr Feuermateriein einem Lande als in dem andern besitzen, und daß also,auch bey derselben Breite, verschiedene Länder, sehr ver-schiedene mittlere Temperaturen haben können.

§. !?8-

Von den Unterschieden der Wärme, die aus derMenge der Sonnenstrahlen entstehen, werden die desTages mit der Nacht, und des Sonnenlichts mit demSchatten, am wenigsten durch zufällige Verschiedenhei-ten verändert. Bey Tage ist, außer der abwechseln-den Entstehung des neuen Feuers, eine beständige Ver-mehrung der ausdehnenden Kraft des vorhandenenFeuers, durch Zusatz von neuem Lichte: welche Ver-mehrung aber doch ihre Gränzen zu haben scheint, d. i.daß, wenn sie bis auf einen gewissen Punkt gekommenist, das Feuer soviel Licht wieder hergiebt, als es auf-nimmt. Des Nachts giebt es allmählig diesen Ueber-fluß an Feuer her, und daher rührt es vermuthlich, daßes nie gänzlich Nacht ist, wenn auch der Mond nichtüber dem Horizont ist, und dicke Wolken das schwacheLicht der Sterne auffangen. Ich habe dies oft, wennich des Nachts reisete beobachtet, und konnte mir denGrad der Helligkeit, den ich noch auf dem Wege fand,nicht erklären.

§- l)S-