92 II. Abtheilung. II. Kapitel.
schriebenen, sehr verschieden. Die Verandrung des Zu-standes der Substanzen, welche in ihrem Brennpunktein Fluß kommen, worüber uns D. Priestlei) sehr wich-tige Nachrichten gegeben hat, ist ein Beweis, daß dasSchmelzen nicht einfach war. Jede Substanz, die inunsern Oefen Widerstand that, in den Brennpunktenaber in Fluß kam, bezeugt durch ihren Zustands nachdem Kaltwerden, die Veränderungen, welche sie durchdie Verwandschaften erlitten hat. Ob also gleich dieconcentrirten Sonnenstrahlen hier aufs neue vermuth-lich Feuer hervorbringen, und die Luft davon bcfreyen;so rührt dennoch der Unterschied in den Wirkungen diesesBrennpunkts von den Oefen, nicht von einer großer»Dichtigkeit dieses Feuers her, sondern von den Ver-wandschaften: und das Licht, als Substanz, die der-gleichen ausübt, spielt vermuthlich dabey eine vorzüg-liche Rolle.
§. IZZ.
Ich habe schon in meinem Werke über die Geolo-gie einige Gründe angeführt, warum ich glaube, daßdie Sonnenstrahlen nicht an und für sich warm ma-chend, sondern nur phosphorifch sind. Dies ist einGegenstand, den ich in dem Werke, dessen Herausgabeich verschiebe, wcitlauftigcr, sowohl synthetisch als ana-lytisch behandle; indem ich den Einfluß der Sonnen-strahlen auf unsern Erdball, für den wichtigsten Gegen-stand unserer hiesigen Physik halte. Ich bin noch weitentfernt, ihn auf eine mir selbst genugrhuende Weise be-handeln zu können, ich kann aber vielleicht dadurch beyeinigen Ideen erregen, welche besser als ich, die Schlüssedaraus verfolgen können.
§. lZZ.