Vom Feuer. 91
wenn die seiner Kraft ausgesehen Substanzen, sie ganzaushalten.
§. izo.
Ich verstehe hier unter Ofenwärme, die bloßeKraft, welche hier das Feuer ausübt; woraus drey vor-zügliche Wirkungen entspringen: i) die Ausdehnung derSubstanzen, die ihm ausgesczt sind. 2) die Verwand-lung vieler fester Körper in flüssige, oder das einfacheSchmelzen g) die Verdampfung einiger durch dasbloße Uebcrmaaß an Feuer. Ich rechne also nicht unterdie Zahl der einfachen Wirkungen des Feuers, das durchVerwandschaft beförderte Schmelzen. In dem ein-fachen Schmelzen, muß die geschmolzene Substanz, in-dem sie ihren Ucberschuß an <Warine verliert, ihre vo-rige Gestalt wieder annehmen. Sobald sie also alSdannin einer neuen Gestalt erscheint; so ist dies ein Beweis,daß das Flüssigwerdcn, keine einfache Wirkung desFeuers, sondern durch Verwandschaftcn untcrstüztwar. Dies ist z. B. die Wirkung der sogenannten Flusseswenigstens sobald sie ein Schmelzen verursachen, dasohne sie nicht würde erfolgt seyn, und wenn nach demKaltwerden neue Substanzen entstehen. Die einfacheVerdampfung hat dasselbe Kennzeichen: ein Dampf,der bloß durch ein gewisses Ucbermaaß an Feuer erzeugtist, verwandelt sich, durch das alleinige Erkalten, indieselbe Substanz, welche durch ihre Verbindung mitdemselben die Ausdehnbarkeit erlangt hatte.
§. 'ZI-
Die Phänomene der großen BretMgläftr, welcheanfangs durch einen größern Grad der Wärme, alsder unserer Oefen, hervorgebracht zu seyn scheinen, sindvon den eben, als einfachen Wirkungen des Feuers be-schrieb