Zc> II. Abtheilung. l. Kapites.
§. 'lo.
Erster Unterschied: die luftformigen Flüssig-keilen können jeden bekannten Grad dcs Drucks ohnesich zu zersetzen, aushalten: da die Dünste sich zerse-tzen, wenn sie einen zu grossen Druck leiden; indem denihnen die Theilchen der bloß schweren Substanz, sichzu nahe kommen, vereinigen, und das svrtleicende Flui-dtlin verlassen, welches entweicht, und sodann seine eig-nen Wirkungen hervorbringt. Bcu den wässeriatenDünsten, sind es, wie ick oben gezeigt habe, dicWas-scrtheilc, welche sich in diesem Falle vereinigen, undihr fortleitendes Fluidum, das Heuer, zeigt sich durchdie Phänomene der Wärme.
§. iir.
Zweyter Unterschied. Da die luftformigen Flüs-sigkeiten dennoch Mischungen, wie die Dünste sind;so sind sie wie diese den Zersetzungen unterworfen; sieerleiden sie aber nur dann, wenn zwischen ihrer bloßschweren, und einer andern Substanz sich eine Ver-weindsthelft äußert, welche die Verwandschaft der er-ster,, gegen ihr fortleitendes Fluidum übersteigt. Einluftförmiges Fluidum kann also nicht zersczt werden,wenn es in einen, hermetisch versiegelten Gefäße einge-schlossen ist. Die Dünste aber können sich in einem sol-chen Gefäße zersetzen, weil ihre fortleitende Flüssig-keiten eine Neigung haben zu entweichen, um ein ge-wisses Gleichgewicht, das den verschiedenen Gattungeneigen ist, wieder herzustellen. Daher zcrsezten sich diewässerigten Dünste darin,,, wenn die Wärme vonaußen abnimmt: indem das Feuer das Wasser ver-läßt, UNI das Gleichgewicht der Temperatur wiederherzustellen.
§. lIZ.