Von der Hygrometrie. 67
theil am Wasser, woben anfangs die Feuclstheit aufdemselben Grade bleibt; bald aber dringt aufs neue, sei-nes Wassers beraubtes Feuer, in den Raum durchseine Wände, und da nach dem angenommenen Fall,die Substanz des Hygrometers, und die in der Glockegebliebenen Dünste, hier die einzigen Quellen desWassers sind; so raubt ihnen dies neue Feuer dasselbe,und die Feuchtheit nimmt ab.
§. 9?.
Ich komme nun auf das besondre Phänomen, wel-ches der Versuch des Hrn. von Saussüre darbietet:nämlich daß die Zahlen der Grade seines Hygrometers,welche die successiven Größen der Auötrocknung anzeig-ten, wuchsen, ob man gleich immer gleiche MengenLust entzog. Seine darüber gegebene Erklärung wür-de, wenn sie gegründet wäre, der Thatsache, nämlich decwirklichen AllStrolchnung, widersprechen; und wärealso ein Beweis für die Hypothese, die er widerlegenwollte. Seine Erklärung ist, daß, da die Luft dünnergeworden, sie weniger Anziehungskraft für die Dün-ste' habe: und die Hypothese, die er widerlegen will, ist,daß die Verdünnung der Luft die Niederschlagungdes Wassers veranlasse. Ich habe also diese Hypo-these widerlegt, indem ich den entgcgengcsezten Grund,der mir wahr zu seyn schien, ihr dagegen stellte. Dieallgemeinen Gesetze der Anziehung, nämlich derSchwere, zu denen Hr. von Saussüre seine Zufluchtnimmt, sind im gegenwärtigen Falle nicht anwendbar;hier kömmt es jallein auf die Gesetze der Verwand-schaften an. Nun ist es aber gewiß, theils durch dieTheorie der Verwandschaften selbst, theils durch Er-fahrung bey jeder Auflösung, daß eine größte Entfer-
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